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Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Neuverhandlung „Mordfall Samerstraße“

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Rosenheim – Ein 42-Jähriger wurde wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Jetzt beginnt der Prozess ab nächster Woche komplett von Vorne.

Der angeklagte 42-jährige Türke wurde letztes Jahr wegen Mordes an seiner Ex-Frau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Er soll sie im Februar 2011 heimtückisch in einem Hinterhof in der Samerstraße überrascht, erstochen und unter einem Auto versteckt haben. Das Landgericht Traunstein befand den Mann der Anklage wegen Mordes für schuldig. Der Verteidiger des Angeklagten, Peter Dürr, legte dagegen Revision ein und bekam Recht.

Deshalb wird der ganze Prozess jetzt noch einmal aufgerollt. „Der Fall ging nach der Aufhebung des Urteils durch den Bundesgerichtshofes zurück an das Landgericht Traunstein. Allerdings ist dort eine neue Strafkammer für den Fall zuständig. Alle Feststellungen und Beweise sind hinfällig, alle Zeugen müssen noch einmal gehört werden“, erklärt Verteidiger Peter Dürr gegenüber rosenheim24.de.

Das sei die Chance auf ein anderes Urteil für den Angeklagten. „Ziel der Verteidigung ist kein Freispruch, es geht eher um eine rechtliche Frage in dem Fall. Mein Mandant wurde wegen Mordes verurteilt. Allerdings ist aus Sicht der Verteidigung kein Mordmerkmal verwirklicht“, erklärt Peter Dürr. Es handle sich wenn dann um Totschlag, für einen Mord müsste dem Angeklagten eines der gesetzlichen Mordmerkmale nachgewiesen werden.

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Das Landgericht Traunstein sah das anders. Der Angeklagte habe heimtückisch gehandelt und wurde deshalb wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. "In der Anklageschrift war von Heimtücke nie die Rede. Außerdem bekräftigte mein Mandant, dass er in der Nacht, als das Unglück passierte, vorher mit dem Opfer gesprochen und gestritten hatte. Seine Ex-Frau kann deshalb über den Angriff nicht überrascht gewesen sein“, erklärt Verteidiger Dürr. Selbst die Staatsanwaltschaft habe das Mordmerkmal der Heimtücke in der Anklageschrift ausgeschlossen.

Ob der Mann, der seine Ex-Frau erschlagen und erstochen haben soll, doch lebenslang hinter Gitter wandert, wird ab Mittwoch, 10. Oktober erneut verhandelt. Ist das der Fall, würde er mindestens 15 Jahre lang weggesperrt. Die Verhandlung am Landgericht Traunstein ist auf insgesamt vier Tage angesetzt.

kmr

Quelle: rosenheim24.de

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