Neue Ausstellung im Lokschuppen öffnet Tore

"Pharao" - Alte Objekte mit neuester Technik

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Die Pharao-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen wird am 24. März offiziell eröffent
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Rosenheim - Ein Einblick in eine längst vergangenen Zivilisation, das verspricht die neue "Pharao"-Ausstellung im Lokschuppen. Wir haben schon vor der Eröffnung einen Blick riskiert:

Nach dem großen Erfolg der vergangenen "Wikinger"-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen, steht nun das nächste Projekt im Ausstellungszentrum an der Rosenheimer Rathausstraße auf dem Programm. Mit "Pharao - Leben im alten Ägypten" laden die Organisatoren auf eine Zeitreise in die Kultur rund um das Land am Nil in Nordafrika ein. In der "Erlebnisausstellung für Erwachsene und Kinder" warten zahlreiche Exponate, von modernster Technik in Szene gesetzt, auf die kleinen und großen Entdecker. Wir haben uns bereits jetzt, vor der offiziellen Eröffnung am 24. März, im Lokschuppen umgesehen.

"Ein Vergleich zu heute liegt nicht fern"

Zusammen mit Peter Lutz und Dr. Peter Miesbeck, den Köpfen hinter dem Rosenheimer Lokschuppen, gaben der Kurator der Ausstellung, Dr. Christinan Tietze, der wissenschaftliche Berater Dr. Christian Bayer und Neil Curtis von der University of Aberdeen Museums bereits am Mittwoch einen Einblick in die Kultur rund um Pharaonen und Mumien. "In den letzten fünf Jahren hatten wir im Durchschnitt 180.000 Besucher im Lokschuppen. Wir sind zuversichtlich, dass wir in Zukunft die magische Marke von 200.000 knacken können", freute sich Peter Lutz auf die kommende Ausstellung. Der Lokschuppen selbst habe sich dank hervorragender Ausstellungen in der Vergangenheit zu einem Imageträger und Markenzeichen der Stadt Rosenheim entwickelt.

"Das Leben im alten Ägypten ist uns heute meist sehr fern. (...) Mit der Ausstellung wollen wir einen Einblick in die Mentalität, aber auch die Kultur und die Gesellschaft der damaligen Zeit bieten", ergänzte Ausstellungskurator Dr. Christian Tietze. Bereits seit 30 Jahren beschäftigt sich der Ägypten-Experte mit Ausgrabungen und Forschungen zum Thema. Das Ergebnis seiner Arbeit: Ein differenzierter Einblick in das Geflecht der verschiedenen Gesellschaftsschichten: "Die Mittelschicht fungierte als Organisator der Abläufe. (...) Ein Vergleich zu heute liegt nicht fern. Sie bildete den Stabilisierungsfaktor der Gesellschaft."

Neben bereits bekannten Exponaten sehen die Besucher in der "Pharao"-Ausstellung im Lokschuppen auch Stücke, die der Öffentlichkeit bisher noch nicht zugänglich gemacht wurden. So ist beispielsweise auch ein Sarg zu sehen, der eigens für den Lokschuppen aufwendig restauriert und im Computer-Tomographen vermessen wurde. "Wir können so Aussagen über das Alter, die Herkunft aber auch die Arbeit und die Geschichte des mumifizierten Inhalts machen", erklärte Dr. Christian Bayer, wissenschaftlicher Berater aus Hildesheim.

"Die Ausstellung ist ein hervorragendes Beispiel für die europäische Zusammenarbeit. Es freut mich, dass ein Teil der Sammlung von einem Land mit weiß-blauer Fahne in ein anderes gekommen ist", freute sich auch Neil Curtis vom schottischen University of Aberdeen Museum. Rund 150 Stücke aus der 6.000 Exponate umfassenden Sammlung der Universität habe man freundlich zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe von Röntgen-Apparaten aber auch der Photogrammetrie habe man es geschafft, alte Objekte noch zugänglicher zu machen.

Die "Pharao"-Ausstellung für Jedermann

Los geht die faszinierende Tour in die längst vergangenen Kultur ab dem 24. März. Bis zum 17. Dezember wartet der Lokschuppen dann auch mit speziellen Programmen für Schulklassen, Kindergarten-Gruppen und alle anderen Besucher. 400 Exponate, 11 Modelle von großen Tempelanlagen und 22 Medienstationen warten darauf, entdeckt zu werden.

Quelle: rosenheim24.de

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