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Ende 2019 erneute Kürzungen

Kathrein streicht 250 Arbeitsplätze in Rosenheim

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Rosenheim - Eine Hiobsbotschaft folgt der nächsten. In einer Pressemitteilung am Montagnachmittag verkündet Kathrein den nächsten Stellenabbau. Bis Ende 2019 werden 250 Arbeitsplätze am Standort Rosenheim gestrichen. Für viele Mitarbeiter ein echter Nackenschlag.

Unaufhaltsam sorgt das Unternehmen Kathrein mit Stellenabbau und Kürzungen für Schlagzeilen. Anfang November erklärte ein Mitarbeiter von Kathrein, der anonym bleiben wollte, gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt, wie schlecht es um den Konzern stehe. Er sprach von einer "sehr schlechten" Stimmung in der Belegschaft und erzählte von zahlreichen "Kündigungen von Fachkräften, weil diese keine Zukunft mehr sehen". Diese ehrlichen und sorgenerregenden Worte des Mitarbeiters ließen Schlimmes erahnen. Und es scheint so, als sei der Abwärtstrend von Kathrein unaufhaltsam. 

Nachdem das Unternehmen am 15. November verkündete, dass man 38 Beschäftigte an den Standorten Rosenheim und Ulm bis zum 31. März 2019 kündigen werde, da die Geschäftsaktivitäten im Bereich Infotainment & Connectivity Solutions eingestellt werden, vermeldet Kathrein am Montagnachmittag den nächsten Stellenabbau. 

"sozialverträgliche Lösungen" für die betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Rund 250 Arbeitsplätze am Standort Rosenheim sollen bis Ende des nächsten Jahres abgebaut werden. "Im Zuge seiner Restrukturierung plant der Kommunikationstechnik-Spezialist Kathrein, den Geschäftsbereich Products zu verschlanken und weitere zentrale Funktionen an künftige Erfordernisse anzupassen", rechtfertigt das Unternehmen diesen Schritt. Gemeinsam mit dem Betriebsrat und der IG Metall arbeite das Unternehmen derzeit an "sozialverträgliche Lösungen" für die betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Anfang 2019 vorgestellt werden sollen. 

Der Schritt sei unumgänglich. Bei der strategischen Neuausrichtung konzentriere sich das Unternehmen auf sein Kerngeschäft, die Hochfrequenz-Technik im Mobilfunkbereich. Um die Kathrein-Gruppe neu aufzustellen, sei es erforderlich, den Personalbestand in Rosenheim den künftig schlankeren Strukturen weiter anzupassen.

„Der Vorstand bedauert die notwendigen Maßnahmen sehr."

Weiter heißt es in der Pressemldung: „Der Vorstand bedauert die notwendigen Maßnahmen sehr. Sie sind jedoch angesichts der Herausforderungen, vor denen Kathrein nach wie vor steht, unumgänglich. Umso wichtiger ist es uns, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten“, sagt Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe: „Dies ist unser vorrangiges Ziel für die weiteren Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern"

Schlagzeilen der Vergangenheit

Kathrein war zuletzt immer wieder in die Negativschlagzeilen geraten. Zuletzt waren die Automotive Sparte an Continental und die Katek GmbH im Grassau verkauft worden. Im Frühjahr hatte außerdem ein investigativer Bericht der Wirtschaftswoche für großes Aufsehen gesorgt. Kurz davor hatte Kathrein noch einen umfangreichen Sanierungsplan vorgestellt, der die Weichen für "nachhaltiges Wachstum und gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit" des Unternehmens stellen sollte.

mz mit Material Pressemeldung Kathrein SE

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