Sonntagabend in Rosenheim

Bahnhof: Kind unter Seuchenverdacht

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Rosenheim - Am Sonntagabend kam es am Bahnhof zu einem Bundespolizei- und Rettungseinsatz. Ein Mädchen wurde mit Seuchenverdacht in die Rosenheimer Klinik gebracht.

Nachdem einem Arzt an Bord eines Zuges ein kleines Mädchen aufgefallen, das offenbar nicht gesund aussah, alarmierte der Mediziner die Polizei, woraufhin der Zug am späten Sonntagabend in Rosenheim hielt. Wegen der Annahme von Seuchengefahr wurde das gesamte Abteil unter Quarantäne gestellt und das Mädchen ins Krankenhaus gebracht.

Von Splitterbombe getroffen

Wie die Bundespolizei auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärte, wurde bei der 75-minütigen Untersuchung festgestellt, dass es sich nicht um eine Seuchenerkrankung handelte. Das Kind sei vielmehr vor einiger Zeit in Syrien von einer Splitterbombe getroffen worden, und leide nun unter Wundbrand.

Momentan in Münchner Spezialklinik

Nachdem das Kind bereits in der Türkei operiert wurde, war es nun mit seinen Eltern auf dem Weg in eine Stuttgarter Klinik, um sich erneut einer Sonder-OP zu unterziehen. Momentan befindet das Kind laut Polizei in einer Münchner Spezialklinik.

Die Quarantäne konnte nach der ersten Untersuchung wieder aufgehoben werden, und alle Fahrgäste, die sich nach Polizeiangaben sehr geduldig und verständnisvoll gezeigt hätten, durften ihre Reise fortsetzen.

anh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © FDL

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