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250 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden

IG Metall zum Stellenabbau von Kathrein: "Werden alle Register ziehen"

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Rosenheim - Am Montagnachmittag vermeldete Kathrein, dass rund 250 Arbeitsplätze am Standort Rosenheim bis Ende nächsten Jahres abgebaut werden sollen. Die IG Metall will nun alle Register ziehen, um den Stellenabbau möglichst gering beziehungsweise "sozialverträglich" zu gestalten.

Rund 250 Stellen sind gefährdet. Kathrein sieht sich gezwungen im Rahmen seiner Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung einzelne Bereiche zu verschlanken. Deshalb sollen bis Ende 2019 250 Stellen abgebaut werden. 

Dieser Schritt sei unumgänglich. „Der Vorstand bedauert die notwendigen Maßnahmen sehr. Sie sind jedoch angesichts der Herausforderungen, vor denen Kathrein nach wie vor steht, unumgänglich. Umso wichtiger ist es uns, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten“, sagt Anton Kathrein. Doch was heißt "sozialverträglich"? 

Welche Personen aus welchen Bereichen sind betroffen?

Jochen Hafner von der IG Metall erklärte auf Anfrage von rosenheim24.de, dass zu allererst geklärt werden müsse, in welchem Bereich des Unternehmens, welche Personen von dem Stellenabbau betroffen seien. Laut der Pressemitteilung von Kathrein am Montagnachmittag soll aber vor allem der Geschäftsbereich "Products" betroffen sein. 

Jochen Hafner bestätigte weiter einen regelmäßigen Austausch mit dem Unternehmen. Man treffe sich wöchentlich mindestens einmal, um über die Situation zu sprechen. Die IG Metall werde in diesen Gesprächen und Planungen "alle Register ziehen", um die Auswirkungen der Restrukturierung möglichst gering zu halten. 

Drei mögliche Varianten

"Wir versuchen eine Transfergesellschaft zu entwickeln. Wir wollen durch Qualifikation Mitarbeiter im Unternehmen verschieben, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben", betont Jochen Hafner. Zudem werde man mit den Mitarbeitern über das Freiwilligenprogramm sprechen. Betroffene Personen haben dann die Möglichkeiten  direkt in Frühruhestand zu gehen, oder, bei einem Angebot, den Job zu wechseln. Zusätzlich erhalten diese eine Abfindung. Absolute Notlösung sei die Entlassung der Mitarbeiter bei Bezahlung einer Abfindung.

Jochen Hafner unterstrich allerdings, dass man vor allem das Ziel verfolge, den "Produktbereich so aufzustellen, dass Kathrein zukunftsfähig bleibt". 

Schlagzeilen der Vergangenheit

Kathrein war zuletzt immer wieder in die Negativschlagzeilen geraten. Anfang November erklärte ein Mitarbeiter von Kathrein, der anonym bleiben wollte, wie schlecht es um den Konzern stehe. Denn nachdem das Unternehmen am 15. November verkündete,  dass man 38 Beschäftigte an den Standorten Rosenheim und Ulm bis zum 31. März 2019 kündigen werde, da die Geschäftsaktivitäten im Bereich Infotainment & Connectivity Solutions eingestellt werden, vermeldete Kathrein am Montagnachmittag den nächsten Stellenabbau. 

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