Mehr Geld für die A94 - oder für die Bahn?

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„Mein Ziel ist und bleibt eine durchgehende Autobahn von Marktl bis München im Jahr 2018. Jetzt darf keine kostbare Zeit verschwendet werden", meint Stephan Mayer.

Landkreis - Die Koalition in Berlin beschloss 750 Millionen Euro für Verkehrsprojekte auszugeben. Die Abgeordneten Stephan Mayer (CSU) und Bärbel Kofler (SPD) haben da ihre Wünsche.

Der Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer will für die A94 ein "ordentliches Stück vom Kuchen" der zusätzlichen 750 Millionen für Verkehrsprojekte haben, die der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und FDP am vergangenen Sonntag beschlossen hat.

Dies macht der heimische Bundestagsabgeordnete in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer deutlich. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat in der Folge am Donnerstag auf Antrag der Koaltionsparteien beschlossen, über ein sogenanntes "Infrastrukturbeschleunigungsprogramm" allein für die Bundesfernstraßen im Haushaltsjahr 2013 zusätzlich 570 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Wie Mayer in seinem Schreiben an den Bundesverkehrsminister betont, unterscheidet sich die A 94 von vielen anderen Verkehrsprojekten dadurch, dass sie eine wichtige Erschließungsstraße in ein deutschland- und europaweit bedeutendes wirtschaftliches Zentrum (Bayerisches Chemiedreieck) ist, das bislang nicht durchgehend an das bundes- und europaweite Autobahnnetz angebunden ist. „Mein Ziel ist und bleibt eine durchgehende Autobahn von Marktl bis München im Jahr 2018. Jetzt darf keine kostbare Zeit verschwendet werden.“ Die SPD-Abgeordnete Bärbel-Kofler aus Freilassing befürchtet dagegen eine falsche Prioritätensetzung: "Von den 750 Millionen werden wohl nur 40 Millionen in Bundesschienenwege investiert, der Großteil geht in die Bundesfernstraßen. Das lässt nichts Gutes hoffen für den Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing."  

So gehen die A94-Bauarbeiten voran:

Mit der A 94 soll eine leistungsfähige Fernstraßenverbindung zwischen München, dem Bayerischen Chemiedreieck und der Grenzregion Passau mit Verkehrsverbindungen nach Österreich, nach Tschechien sowie in die Länder Südosteuropas entstehen. 

Etwa 80 Kilometer der A 94 sind derzeit in Betrieb. Weitere rund vier Kilometer werden mit dem Teilstück Heldenstein – Ampfing am 3.Dezember unter Verkehr genommen werden. Im März 2012 haben die rund 40 Millionen Euro teuren bauvorbereitenden Arbeiten im rund 17 Kilometer langen Abschnitt zwischen Pastetten – Dorfen begonnen. Im Oktober 2012 sind die Bauarbeiten für die rund 10 Mio. € teure zweite Fahrbahn im rund sechs Kilometer langen Abschnitt Kühstein – Malching (Ortsumfahrung Malching) angelaufen. Im Jahr 2013 wird mit dem Bau der etwa 13,2 Mio. € teuren Lappachtalbrücke im Abschnitt zwischen Pastetten – Dorfen begonnen werden.

Pressemitteilung MdB Stephan Mayer (CSU) / Bundesministerium für Verkehr

Quelle: innsalzach24.de

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