Momo darf mindestens bis 2014 bleiben

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Rosenheim - Teilerfolg für Momo! Der Junge aus Sierra Leone darf jetzt mindestens bis Herbst 2014 im Landkreis bleiben. Sogar Innenminister Herrmann will sich für ihn einsetzen.

Der 19-jährige Mohamed Kamara, genannt "Momo", darf vorerst im Landkreis Rosenheim bleiben. Die Härtefallkommission des Landes Bayern hat am Mittwoch ihre Entscheidung über die Abschiebung auf Herbst 2014 vertagt. Erst dann soll endgültig über den Fall entschieden werden. Mit der Vertagung der Entscheidung kann Momo seine Ausbildung zum Buchbinder in Prien beenden.

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Dass das Verfahren nun eineinhalb Jahre ruht, wertete der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, der sich für Momo stark gemacht hatte, gegenüber dem OVB als positives Signal. Die Chancen, dass der Junge aus Sierra Leone ein dauerhaftes Bleiberecht bekomme, stehen laut Stöttner weiterhin gut, zumal ihm Innenminister Joachim Herrmann, auf dessen Unterschrift es am Ende des Verfahrens ankommt, in einem persönlichen Brief zugesichert hat, dass er bei seiner Entscheidung die Integrationsleistung von Momo berücksichtigen wird.

Wie von Radio Charivari berichtet, hatten sich vergangenen Sommer über 4.000 Bürger mit ihrer Unterschrift dafür stark gemacht, dass Momo in Deutschland bleiben darf. Der Afrikaner war mit 14 Jahren ohne Eltern vor dem Bürgerkrieg aus Sierra Leone nach Deutschland geflüchtet. Ein Asylantrag war abgelehnt worden.

Quelle: Radio Charivari

Quelle: rosenheim24.de

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