Herzmuskelentzündung und Lungenentzündung vorbeugen

Grippewelle hat die Region noch nicht erreicht - Impfung jetzt sinnvoll

Rosenheim - Trotz des wechselhaften Wetters sind Stadt und Landkreis Rosenheim bisher von einer Grippewelle verschont geblieben. Wie der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl sagte, beginne die Grippewelle in Deutschland in diesem Jahr später, als in der letzten Saison.

„Nach Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen derzeit nur geringfügig erhöht und es herrscht eine gering erhöhte Influenza-Aktivität“, so Hierl.

In Zahlen heißt das: Für die Grippesaison 2017/18, die per Definition in der 40. Kalenderwoche beginnt, wurden dem Rosenheimer Gesundheitsamt bisher 13 Fälle gemeldet, in denen Influenza-Viren in Proben nachgewiesen werden konnten, zwei davon in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres. 

2016/17 waren es im gleichen Zeitraum 16 gemeldete Fälle nach dem Infektionsschutzgesetz, 2015/16 zehn Fälle von Patienten mit Influenza-Viren. In der kompletten Saison 2016/17 betrug die Zahl der gemeldeten Influenzafälle 119, im Jahr davor waren es 38.

Höhepunkt der Grippewelle im Januar und Februar

Im Hinblick auf diese Zahlen weißt Hierl darauf hin, dass eine Impfung gegen Influenza auch jetzt noch sinnvoll ist. „Das Immunsystem braucht ungefähr zwei Wochen, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen“, so Hierl. In der Regel erreicht die Grippewelle ihren Höhepunkt im Januar und Februar. In der letzten Saison war es in den Kalenderwochen fünf und sechs.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt eine Schutzimpfung für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Impfen lassen sollten sich auch Menschen, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen arbeiten, oder beruflich, aufgrund umfangreichen Publikumsverkehrs, ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben. Auch Frauen ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel wird eine Impfung empfohlen.

Herzmuskelentzündung und Lungenentzündung vorbeugen

„Bei der Influenza handelt es sich nicht um eine harmlose Erkältung, sondern um eine ernsthafte Infektionskrankheit. Es kann zu schweren Verläufen mit einer Herzmuskelentzündung, Lungenentzündung oder gar zum Tod kommen“, so Hierl.

Bei Fragen zur Grippeimpfung stehen der Hausarzt oder das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim zur Verfügung.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Ralf Hirschbe (Symbolbild)

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