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Nach der Reihenuntersuchung Mitte Oktober

Erste DNS-Ergebnisse zu Vergewaltigung am Mangfalldamm

Mit solchen Stäbchen sind im Oktober Speichelproben der Männer genommen worden.
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Mit solchen Stäbchen sind im Oktober Speichelproben der Männer genommen worden.

Rosenheim - Fast alle DNS-Proben sind mittlerweile ausgewertet. Ein Täter aber noch nicht gefunden. Dennoch ist die Polizei zufrieden mit dem Ergebnis.

Knapp 800 DNS-Proben aus Rosenheim hat das Landeskriminalamt in den vergangenen Wochen abgeglichen. Anlass dafür ist eine DNS-Reihenuntersuchung wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau am Mangfalldamm am 23. Juli. Jedoch hat keine der untersuchten Proben mit der DNS übereingestimmt, die am Tatort gefunden worden ist und dem unbekannten Täter zugeschrieben wird.

Momentan stehen noch 27 Proben aus. Diese Männer haben bisher nicht darauf reagiert, dass sie zu der DNS-Untersuchung erscheinen sollen. Aus diesem Grund werden diese 27 Männer nun noch einmal explizit kontaktiert und zur Ermittlungsgruppe "Mangfalldamm" der Kriminalpolizei nach Rosenheim eingeladen. Dort müssen sie in einem Gespräch erklären, warum sie bisher keine DNS abgegeben haben.

So läuft die große DNS-Untersuchung in Rosenheim ab

Sprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd zeigt einen der Umschläge, in denen die DNS-Untersuchungssets eingepackt sind. © ksl
In dem Umschlag befinden sich Handschuhe, zwei Stäbchen für die Proben, zwei Behälter, in denen die DNS fixiert wird, und eine Nummer, welche die einzelnen Proben zuordbar macht. © ksl
Zunächst werden die Stäbchen ausgepackt. © ksl
An den beiden Stäbchen befinden sich kleine Bürstchen, mit deren Hilfe die DNS aus dem Speichel aufgenommen wird. © ksl
Die DNS-Proben werden über den Speichel an der Wangeninnenseite genommen. Diese Prozedur wird auf jeder Seite wiederholt, um eine A- und eine B-Probe zu haben. © ksl
Danach wird das Stäbchen in ein kleineres Gefäß mit einer fixierenden Flüssigkeit getunkt. Dort wird die DNS konserviert. © ksl
Diese beiden Gefäße mit der Flüssigkeit werden anschließend verschlossen und stellen nun die eigentliche DNS-Probe dar. © ksl
Anschließend wird alles in der Tüte mit der zugeordneten Nummer verstaut. © ksl
Zu guter Letzt kommt die Probentüte wieder in den Briefumschlag, der später zum Landeskriminalamt geschickt wird. © ksl
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Die Probe wird hinter einer Trennwand genommen, um die Privatsphäre der Männer zu gewährleisten. © ksl
Am Eingang steht ein großer Fernseher, der nochmals über den Fall informiert. © ksl
Auf dem Fernseher wird auch ein Video abgespielt, auf dem ein Mann zusehen ist, von dem die Polizei sich weitere Hinweise zu dem Fall erhofft. © ksl
Der Mann ist in der Tatnacht an der Münchener Straße in der Rosenheimer Innenstadt beobachtet worden. © ksl
Hinweisschilder führen zu den einzelnen Stationen. Zweimal wird die Identität der Männer geprüft, die eingeladen sind. So soll gewährleistet werden, dass die Proben korrekt zugeordnet werden. © ksl
Am Freitag sind bereits die einzelnen Stationen eingerichtet worden. An jeder Station sitzen am Wochenende sechs Beamte, welche die einzelnen Schritte mit den Männern durchgehen. © ksl

"Momentan werden sie noch immer als Zeugen behandelt", erklärt Sprecher Jürgen Thalmeier vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd auf Nachfrage von rosenheim24.de. Das heißt, die Polizei erhofft sich von ihnen Hinweise zu dem Vorfall und hofft, infrage kommende Männer durch den DNS-Abgleich als Täter auszuschließen.

Auch wenn die Reihenuntersuchung am 14. und 15. Oktober bisher nicht zum Erfolg geführt hat, ist die Polizei mit dem Ergebnis zufrieden. "Der Großteil ist gekommen und hat uns unsere Arbeit erleichtert", erklärt Jürgen Thalmeier. Denn statt den eingeladenen Männern hinterher forschen zu müssen, hat die Polizei mehr Zeit, anderen Spuren nachzugehen und dem Täter so näher zu kommen.

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