Jetzt gibt es auch „Cybercops“!

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Rosenheim/Traunstein - Die Polizei im Internet: Ab August nehmen „Cybercops“ bei den Kriminalpolizei-Inspektionen in Rosenheim und Traunstein ihre Arbeit auf.

Ab 1. August nehmen „Cyber-Kriminalisten“ bei den Kriminalpolizeiinspektion in Rosenheim und Traunstein ihre Arbeit auf. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd reagiert damit auf die Entwicklung der Kriminalität rund um den Computer und das Internet.

Die stark anwachsenden Deliktszahlen im Bereich der Computer- und Internetkriminalität und die sich nahezu täglich verändernden, immer raffinierteren Begehungsweisen im Bereich Internet, Handy und Co. veranlassten das Polizeipräsidium Oberbayern Süd frühzeitig, sich intensiv mit Bekämpfungsmöglichkeiten zu befassen. Beispiele für die Problematik sind die Vielzahl an Fällen von Warenkreditbetrug durch den Missbrauch von Packstationen der Post, aber auch die vielen Anzeigen im Bereich der Kleinkriminalität, etwa Beleidigungen über soziale Netzwerke.

Das Polizeipräsidium hat darauf reagiert. Bei den Kriminalpolizeiinspektionen Rosenheim und Traunstein werden ab dem 01. August 2012 im Rahmen eines Pilotverfahrens die Arbeitsgruppen „Cybercrime“ eingerichtet. Diese setzen sich aus erfahrenen Kriminalbeamten, jeweils einem Beamten der „Sonderlaufbahn IuK-Kriminalität“ (Informatiker) sowie Beamten der Schutzpolizei zusammen. Dadurch sollen bei der Bearbeitung dieses Deliktsfeldes eine Erhöhung der Effizienz und eine Steigerung der Professionalität erreicht werden.

Als weiteren Baustein der fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden flächendeckende Fortbildungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität für alle Dienststellen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd angeboten.

Kriminelle führen heute hochprofessionelle IT-Angriffe auf Firmen, Behörden und auch auf Privatpersonen durch. Neben Schwachstellen in Betriebssystemen sind es Sicherheitslücken in Anwendungsprogrammen und Softwarekomponenten von Drittanbietern, die von Angreifern genutzt werden. Auch gezielte Angriffe, die individuell auf bestimmte Personen zugeschnitten sind und zum beispielsweise in sozialen Netzwerken erfolgen, haben zugenommen. Es ist daher unabdingbar seinen PC so gut es geht zu sichern, sichere Passwörter zu wählen und regelmäßig die Updates für das Virenschutzprogramm, die vorhandene Software und das Betriebssystem durchzuführen.

Auktionen bei den verschiedenen Plattformen im Internet sind auch immer wieder Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die meisten Anzeigen der Betroffenen richten sich gegen die Anbieter von Gegenständen, die von den Geschädigten ersteigert und bezahlt wurden, aber von den Verkäufern nicht übersandt wurden.

Deshalb gilt: „Online kaufen – mit Verstand!“

  • Wählen Sie sichere Passwörter und geben Sie diese niemals an Dritte weiter
  • Achten Sie auf technische Sicherheit bei der Datenübertragung (https://)
  • Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters (Anschrift, Gewährleistung, Widerrufsrecht, AGB, Gütesiegel, Bewertungsprofil)
  • Prüfen Sie die Artikelbeschreibung sowie Versand- und Lieferbedingungen
  • Wählen Sie eine sichere Zahlungsmethode (kein Bargeldtransferservice)
  • Achten Sie auf Ihr Widerrufs- bzw. Rückgaberecht bei gewerblichen Anbietern
  • Schützen Sie sich vor gefälschten E-Mails (Phishing)

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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