Jetzt Abkochgebot im Raum Rosenheim!

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Sperrmüll-Berge in Rosenheim-Oberwöhr am Wochenende nach dem Hochwasser.
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+++ A8-Ausfahrt Grabenstätt weiter gesperrt +++ Weitere Sperrmüllabholung in Kolbermoor +++ BRK Rosenheim: 900 Helfer im Einsatz +++ Freilassing: Mindestens 30 Millionen Euro Sachschaden +++

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Chiemseeringlinie wieder unterwegs

Die A8-Ausfahrt Grabenstätt bleibt auf Grund der Hochwasserschäden bis auf Weiteres gesperrt. Auch der Fahrplan der Chiemseeringlinie ist von dieser Sperrung betroffen. Der Rad- und Wanderbus kann deshalb ab morgen, Dienstag, 11. Juni 2013, nur eingeschränkt den Betrieb wieder aufnehmen. Die "Runde Chieming" startet erst um 9.23 Uhr bzw. 15.20 Uhr in "Feldwies Abzw. Autobahn", die Stationen Stöttham, Chieming-Chiemseering, Chieming-Seeäckerweg, Hirschauer Bucht, Grabenstätt-Marktplatz sowie Grabenstätt-Winkl können vorläufig nicht angefahren werden. Der Bus fährt Insassen aber bei Bedarf am Ende der „Runde Chieming“ auch noch nach Grabenstätt, da der Chiemsee-Fahrradrundweg von Grabenstätt-Ortsmitte über Rothgraben nach Feldwies wieder befahrbar ist. Die Morgen-, Mittags- und Nachmittagsrunde von Prien aus ist von den Einschränkungen nicht betroffen. Weitere Informationen zum Fahrplan bzw. allgemein zur Chiemseeringlinie gibt es im Chiemsee-Alpenland-Infocenter unter Telefon 08051/96555-0 bzw. unter www.chiemsee-alpenland.de (Stichwort: Info & Service/ÖPNV).

Sperrmüllsammler in den Hochwassergebieten:

Schamlos nutzen sie die Situation der Hochwasseropfer aus – Langfinger. Diese sind derzeit in allen vom Hochwasser betroffenen Regionen unterwegs, um in den Häusern und vor den Häusern nach brauchbaren Sachen zu spähen und um diese zu entwenden. Das bestätigt Polizeisprecher Andreas Guske vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd gegenüber rosenheim24.

Um den Langfingern Einhalt zu gebieten, sind derzeit mehrere Polizeistreifen regelmäßig in den betroffenen Gebieten unterwegs. Allerdings ist es für die Polizei sehr schwer zu unterscheiden wer von den verdächtigen Personen berechtigt ist, sich bei oder in den Häusern aufzuhalten, und wer nicht, sagt Guske. Deshalb der Appell der Polizei an die Bürger: „Wenn Sie Leute sehen, die ums Haus schleichen, dann rufen Sie uns auf jeden Fall an“.

Vor allem im Bereich Kolbermoor seien bereits verdächtige Personen aufgetaucht, die den Sperrmüll vor den Häusern durchsucht hätten. „Dabei wurde dann aber nicht nur Sperrmüll mitgenommen, sondern es wurden auch viele Dinge eingesammelt, die nur in der Sonne zum Trocknen gelegen haben“, erklärt der Bürgermeister von Kolbermoor, Peter Kloo. Es ist es eine Schande, dass es Menschen gibt, die diese Katastrophensituation ausnutzen, so Kloo weiter.

Diebe, die das Hochwasser ausnutzen, gibt es allerdings nicht nur im südlichen Oberbayern. Die Polizei hat auch in Niederbayern Langfinger aufgegriffen, die ihre Beute abtransportieren wollten. Sie hatten unter anderem in Deggendorf und Landshut zugeschlagen.

Noch stapelt sich der Müll in Kolbermoor:

Der Müll in Kolbermoor reißt nicht ab

Auch im Bereich Oberwöhr in Rosenheim sind mehrere Anrufe von besorgten Bürgern bei der Polizei eingegangen, die von umher schleichenden Personen berichteten. Hier hat es sich allerdings lediglich um Sperrmüllsammler gehandelt, die „sich ganz legal verhalten haben“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion, Walter Buggisch. Demnach haben die Sperrmüllsammler zuerst gefragt, ob sie etwas mitnehmen dürften oder nicht, so Buggisch weiter. Allerdings, so der Polizeichef im gleichen Atemzug, „ist es besser den Leuten nichts zu geben“. Oft wird der Sperrmüll nicht fachgerecht entsorgt und nicht brauchbare Sachen „tauchen dann wieder im Wald auf“.

Wenn die Steuerunterlagen "baden gingen"...

Was passiert, wenn steuerrechtlich relevante Unterlagen durch das Hochwasser zerstört worden oder nicht mehr auffindbar sind? Zur Vermeidung "unbilliger Härten" werden die Hauptzollämter den Geschädigten entgegenkommen und geeignete steuerliche Hilfsmaßnahmen zusichern. Dies teilte am Montag das Hauptzollamt Rosenheim mit.

Diese Hilfsmaßnahmen können beispielsweise die Stundung von fälligen oder fällig werdenden Steuern bis zum 30. September 2013 sein, die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand bei Fristverletzungen, das Absehen von der Festsetzung von Steuern beziehungsweise der Erlass aus Billigkeitsgründen im Falle nachweislicher Existenzgefährdung, der Verzicht auf Verspätungszuschläge, sowie das Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen bis 30. September 2013.

Außerdem sichert das Amt zu, dass es keine steuerlichen Nachteile bei Verlust von Buchführungsunterlagen geben wird. Die Betroffenen sollen für eine Einzelfallberatung mit ihrem Zollamt Kontakt aufnehmen.

Bahnstrecke München-Rosenheim-Salzburg wieder frei

Hochwasser-Brennpunkte mit Fotos und Videos:

- Rosenheim

- Chiemgau

- Innsalzach

- BGL

Auf telefonische Anfrage bei der Deutschen Bahn, wurde unserer Redaktion bestätigt, dass die Arbeiten an der beschädigten Brücke nahe der Tiroler Ache weitaus früher abgeschlossen wurden als zunächst gedacht. Ursprünglich wurde von Baumaßnahmen bis einschließlich Dienstag ausgegangen. Nun aber ist die Strecke zwischen Übersee und Traunstein wieder normal befahrbar.

DB-Sprecher Knapp erinnerte aber daran, dass der eingeschränkte Fahrplan wegen der Gleisarbeiten zwischen Rosenheim und Bad Endorf weiter gilt. Hochwasserunabhängig werden dort auf acht Kilometern Gleise erneuert.

Wassersportler müssen vorsichtig sein

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim rät davon ab, derzeit im Chiemsee und Simssee ins Wasser zu gehen. Grund seien mögliche mikrobiologische Verunreinigungen durch das Hochwasser. Wasserproben werden nun genommen. Auch das Treibholz in den Gewässern könne Wassersportler gefährden

Stadt und Landkreis Rosenheim

Haushalte im Raum Rosenheim sollen Trinkwasser abkochen

Heute haben die Stadtwerke in Proben aus dem Rosenheimer Trinkwassernetz Keime festgestellt. In der vergangenen Woche waren alle entnommenen Proben noch einwandfrei. Als Vorsorgemaßnahme rät das Gesundheitsamt der Bevölkerung dringend, ihr Trinkwasser abzukochen. Darüber hinaus versetzen die Werke auf Anordnung des städtischen Ordnungsamtes und des Gesundheitsamtes das Trinkwasser ab sofort mit Chlor. Das Abkochgebot gilt voraussichtlich bis kommenden Freitag, bis die nötige Chlorkonzentration im gesamten Leitungsnetz erreicht worden ist. Neben der Stadt Rosenheim sind ebenso die Gemeinden Stephanskirchen, Schechen, Rohrdorf und der Raublinger Ortsteil Wasserwiesen betroffen, die Trinkwasser aus Rosenheim beziehen.

Eine erste Meldung, laut der Raubling insgesamt betroffen sei, wurde nun korrigiert. Lediglich der Ortsteil Wasserwiesen bezieht das Wasser aus Rosenheim und ist daher vom Abkochgebot betroffen. Für den Rest von Raubling bestehen keine Einschränkungen beim Gebrauch von Leitungswasser.

Die Untersuchungsergebnisse seien allerdings noch vorläufig, erklärt Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer der Stadtwerke. Derzeit würden weitere Proben ausgewertet, um das Ergebnis zu überprüfen. „Aufgrund unserer engmaschigen Kontrollen haben wir die mögliche Belastung sofort festgestellt und Gegenmaßnahmen ergriffen“, sagt Brühl.

Mögliche Hochwasserschäden

Die Quelle der Verunreinigung wird nach Angaben der Stadtwerke derzeit noch untersucht. „Möglicherweise sind durch das Hochwasser Wasserleitungen beschädigt worden, die wir noch nicht untersuchen konnten“, so Brühl. „Unsere Brunnen sind aber aufgrund der aktivierten UV-Anlagen komplett keimfrei“, betont Brühl.

Die Stadtwerke bitten die Bürger, Trinkwasser sprudelnd abzukochen, sofern es für den Verzehr, das Spülen von Lebensmittelgefäßen oder die Wundreinigung verwendet wird.

Die Stadtwerke werden die Öffentlichkeit umgehend informieren, wenn das Wasser wieder uneingeschränkt genutzt werden kann.

Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim

Großkarolinenfeld: Aufhebung des Abkochgebots

Das Landratsamt Rosenheim hat in Abstimmung mit dem staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim nach Vorliegen der aktuellen Messwerte die Aufhebung des Abkochgebots für das gesamte Vorsorgungsgebiet der Gemeinde Großkarolinenfeld, angeordnet.

Aufgrund der mittlerweile flächendeckenden Chlorung des Leitungsnetzes ist eine gesundheitliche Gefährdung durch die eingetretene Verkeimung nicht mehr gegeben. Das Wasser kann wieder wie gewohnt verwendet werden. Es wird allerdings noch für weitere Wochen gechlort werden müssen.

Für alle Verbraucher, die in den letzten Wochen kein Wasser entnommen haben, empfiehlt es sich, die Wasserleitungen in Ihrem Haus bzw. Ihrer Wohnung einmal zu spülen. Es ist ausreichend pro Wasserhahn ca. zehn Liter Wasser ablaufen zu lassen.

Benefiz-Theater in Bad Endorf

Die Theatergesellschaft Bad Endorf plant eine Benefizveranstaltung: Von der Aufführung des Stückes "Pfarrer von Ars" am Freitag (21. Juni) gehen alle Eintrittsgelder zugunsten der Hochwasseropfer.

Weitere Sperrmüllsammlung in Kolbermoor

Im Überschwemmungsgebiet im Bereich Kolbermoor Süd wird der Landkreis Rosenheim an diesem Donnerstag (13. Juni) noch einmal eine Sperrmüllsammlung von Haus zu Haus anbieten. Wie das Sachgebiet Abfallwirtschaft mitteilte, werden mindestens ein halbes Dutzend Fahrzeuge eingesetzt.

Mehrere Bürgerinnen und Bürger hatten im Landratsamt nachgefragt, weil sie erst nach der letzten Sperrmüllsammlung aus dem Urlaub zurückkamen bzw. mit dem Aufräumen nicht fertig wurden. Das Sachgebiet will diesem Wunsch gerne nachkommen, bittet aber, nach Sperrmüll, Holz, Metall und Elektroschrott zu trennen. Reifen werden nicht mitgenommen. Für Problemabfälle wie Farben, Lacke, Säuren, Laugen oder Chemikalien schickt der Landkreis am Mittwoch (12. Juni) sein Umweltmobil nach Kolbermoor.

530 Anträge auf Sofortgeld

In der Stadt Rosenheim sind 530 Anträge auf Sofortgeld eingereicht worden. Allein am Samstag wurden fast 100 Anträge eingereicht. Thomas Bugl, der Pressesprecher der Stadt sagte, man habe bereits 524.000 Euro ausgezahlt, bis zum Abend werden weitere rund 300.000 Euro zur Auszahlung angewiesen.

OB Bauer lädt zu Anliegerversammlung

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim, Baudirektor Paul Geisenhofer, laden die Hausbesitzer, die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die ansässigen Unternehmen der Ortsteile Schwaig, Oberwöhr und Aisingerwies zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch um 19 Uhr in der Aula der Grund- und Mittelschule Fürstätt ein.

Stadt und Wasserwirtschaftsamt bieten mit dieser Versammlung den Anliegern die Gelegenheit, sich über das Hochwassergeschehen der letzten Woche und das weitere Vorgehen beim Hochwasserschutz in der Schwaig, in Oberwöhr und der Aisingerwies zu informieren.

Einsatzbilanz des BRK

Notbetten in der Turnhalle Neubeuern.

Der Geschäftsführer des BRK Kreisverbandes Rosenheim Martin Schmidt zog am Montag ein positives Resümee zum viertägigen Einsatz im Landkreis Rosenheim. 900 Helfer waren im Dauereinsatz, 500 Personen wurden gerettet, versorgt und abtransportiert, 1.600 Essen wurden pro Mahlzeit ausgegeben. Zahlen, die sich sehen lassen können und die die Verantwortlichen im Kreisverband stolz auf ihre Mannschaft blicken lassen.

Den Helfer gilt die „höchste Anerkennung“ meinte auch der Vorsitzende des Kreisverbandes Karl-Heinrich Zeuner.

Der BRK-Einsatz in Stadt und Landkreis Rosenheim

Oberwöhr/Aisingerwies/Schwaig: Stromzähler werden ausgetauscht

Die Stadtwerke Rosenheim werden in den kommenden Woche nochmals alle Häuser in den überschwemmten Gebieten in Schwaig, Oberwöhr und Aisingerwies abgehen und durch Wasser beschädigte Stromzähler und Gaszähler austauschen. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt am Montag. Zuvor wurden vollgelaufene Zähler getrocknet und provisorisch wieder in Betrieb genommen.

Oberwöhr II: Unzählige Helfer im Einsatz

Die "Koordinationszentrale" in Oberwöhr: Rechts im Bild zu sehen ist Thomas Nicklas.

Bis einschließlich Sonntag waren Helfer rund um das Pfarrbüro der katholischen Kirche Sankt Josef der Arbeiter in Oberwöhr im Einsatz. Neben unzähligen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirchengemeinde, organisierte Thomas Nicklas aus Griesstätt tatkräftig die Hilfsaktion. An der Kirche wurde eine "Organisationszentrale" eingerichtet, bei der die Helferteams zu den Adressen geschickt wurden. Dort gab es auch Verpflegung und Material, wie etwa Trockensauger oder Handschuhe. Im ganzen Stadtviertel Oberwöhr wurden von den weit über hundert Helfern Wasser aus Kellern abgepumpt, verschlammte Möbel herausgetragen, Gegenstände gereinigt und Keller und Räume getrocknet und geputzt. Anträge auf Soforthilfe konnten im Pfarrbüro gestellt werden. Unter anderem waren auch Menschen aus Berlin und Innsbruck im Einsatz, außerdem Schülerinnen der Mädchenrealschule.

Kolbermoor: Deichverstärkung im Schnellverfahren

Landrat Neiderhell zur staatlichen Hilfe nach dem Hochwasser bei Radio Charivari:

O-TON

In Kolbermoor ist der noch nicht ausgebaute Damm im 450 Meter langen Stück zwischen den beiden Mangfallbrücken nach dem Hochwasser nicht mehr solide genug, berichtet Radio Charivari. Ein zweites Hochwasser würde er vermutlich nicht mehr aushalten. Sobald aufgeräumt ist, sollen hier im Schnellverfahren große Spundwände mit Eisenelementen errichtet werden, heißt es aus dem Wasserwirtschaftsamt.

Chiemgau

Prien: Bürgermeister verteilte Spendengeld

Der Rotary-Club unterstützt die Hochwasseropfer und hat im Feuerwehrhaus 2.000 Euro übergeben. Davon erhält jeweils die Hälfte die Gemeinde und die Feuerwehr Prien. Bürgermeister Jürgen Seifert übergab die 1.000 Euro gleich an Betroffene weiter, berichtet die Chiemgau-Zeitung.

Hochwasserlage in Seebruck am Samstag:

Hochwasserlage in Seebruck

Der Achendamm nach dem Hochwasser

Achendamm bei Staudach-Egerndach nach dem Hochwasser

Chieming: Chiemsee-Triathlon soll stattfinden

Die Austragung des 2. Chiemsee-Triathlon ist von der Hochwasserlage nicht betroffen. Der Sportevent wird nach Angaben des Ausrichters Wechselszene Sportpromotion wie geplant am 30. Juni (Sonntag) stattfinden. Organisator Sven Hindl hat sich vor wenigen Tagen mit Vertretern der Einsatzkräfte und Sicherheitsbehörden getroffen, um die aktuelle Lage zu besprechen. Der gemeinsame Tenor: Nichts spreche gegen eine Durchführung der Veranstaltung.

Berchtesgadener Land

Freilassing: Werk 71 hilft

Das Werk 71 bietet allgemeine Hilfen (u.a. Verwaltung von Sachspenden z.B. Möbel) für Hochwassergeschädigte an. Nähere Infos entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Wer kann helfen - oder sucht Hilfe?

Betroffene können sich an die Freiwilligenagentur wenden, wenn sie praktische Hilfe brauchen. Sei es, dass jemand Hilfe braucht um Antragsformulare auszufüllen, sei es, dass ein Sofa angeboten wurde, aber niemand da ist, der es transportieren kann. Der Wunsch nach Spielzeug für die Kinder kann es ebenso sein, wie der nach einem Bringdienst zum Großeinkauf, da das eigene Auto Opfer der Flut wurde.

Im Gegenzug können sich Bürger/innen und Bürger melden, die bereit sind als Mutmacher/innen und Anpacker/innen weiter zu engagieren. Die Bereitschaft in den nächsten Monaten einmal ein paar Stunden beim Putzen zu helfen oder Möbel mit aufzustellen, kann es ebenso sein, wie das Angebot bei einer Benefizveranstaltung mitzumachen oder für jemanden zu kochen bis die Küche wieder einsatzbereit ist.

Die Freiwilligenagentur BGL nimmt die Helferanfragen ebenso wie die Hilfsangebote telefonisch - gern auch als SMS - unter 0151/11094571 oder per E-Mail unter aigner@startklar-schaetzel.de an.

Freilassing: 30 Millionen Sachschaden - mindestens...

Wie die Stadt am Montagvormittag mitteilte, geht man von einem Sachschaden in Höhe von rund 30 Millionen Euro aus. Diese Zahl ist eine erste Schätzung und wird möglicherweise noch nach oben korrigiert.

Die B20 bei Freilassing ist momentan komplett gesperrt - wie lange das andauert, ist nicht klar. Auch die Peracher Bahnunterführung ist offiziell gesperrt. So ist es momentan ziemlich umständlich, mit dem Auto in die Freilassinger Innenstadt zu kommen.

Bad Reichenhall: BRK-Fest mit Spenden für Hochwasser-Opfer

Obwohl noch immer einige ihrer Einsatzkräfte und Fahrzeuge zur Fluthilfe in Niederbayern im Einsatz waren, haben die örtliche BRK-Bereitschaft und die BRK-Wasserwacht am Samstag ihren lange geplanten Tag der offenen Tür in der Einsatzhalle an der Frühlingstraße gemeistert und ihn spontan als Benefizveranstaltung den Opfern der Flutkatastrophe im Landkreis gewidmet. Rund 2.000 Euro und viele weitere Hilfsangebote in Form von Sachspenden und eigener Arbeitskraft kamen für die Betroffenen des Hochwassers zusammen.

Bei ihrem Hochwasser-Rettungs- und Betreuungseinsatz mussten die Retter tagelang das Leid der betroffenen Bevölkerung hautnah miterleben, als sie Menschen und Tiere aus ihren vom Wasser eingeschlossenen Häusern retteten und dann über die Woche hinweg mit dem Nötigsten versorgten. „Viele haben alles verloren und sind mit den Nerven völlig am Ende, deshalb haben wir uns spontan entschlossen, den kompletten heutigen Erlös den Opfern dieser Katastrophe zu spenden“, erklärte Bereitschaftsleiter Florian Halter.

Ainring: Das Grundwasser macht Probleme

Nach dem Hochwasser kämpfen Heidenpoint und Ainring jetzt mit dem Grundwasser, welches es von unten nach oben drückt. Jetzt fordern die Anwohner Maßnahmen. Betroffen sind vor allem die Gebäude westlich der Hallerstraße. Teilweise sind derzeit oft bis zu zwei leistungsstarke private Pumpen in den vollgelaufenen Kellern der Häuser im Dauereinsatz.

Betroffen ist auch die Bahnunterführung in Perach, die zwar offiziell gesperrt ist, doch so manche Autofahrer ignorieren die Absperrung und wagen die Durchfahrt. Weniger Glück hatte unmittelbar nach dieser Aufnahme ein Radfahrer, der versuchte, mit viel Schwung durchzukommen und mitten in der Unterführung in der öligen Lache buchstäblich „baden" ging.

Wie vor Ort zu erfahren, wollen sich die Peracher und Heidenpointer jetzt zusammentun und von der Gemeinde ernsthafte Maßnahmen fordern, um künftige Überflutungsgefahren von ihren Anwesen weitgehendst abzuwenden. Diese sollen jenseits der B 304 beginnen, unter Einbezug des Naturschutzgebietes Ainringer Moos. Um die Thematik öffentlich zu beraten, soll demnächst eine Versammlung beantragt werden.

Quellen: schl/mg/OVB/Chiemgau-Zeitung/Radio Charivari/diverse Pressemitteilungen

Quelle: rosenheim24.de

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