Zum 31. Juli 

Café Faerber in Rosenheim schließt: "Wer Neues wagt, scheitert nicht, sondern lernt..."

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Rosenheim - Seit knapp einem halben Jahr gibt es das Café Faerber im ehemaligen ARAN-Haus in der Färberstraße 4. Zum 31. Juli stellt das Café den Betrieb nun ein: 

Das Café FAERBER in der Rosenheimer Innenstadt schließt zum 31. Juli. Das haben die Inhaber nun gegenüber Radio Charivari mitgeteilt. Nach knapp einem halben Jahr kamen demnach zu wenige Besucher, um das Geschäft wirtschaftlich weiterzuführen.

Im Januar beantragte das Café, in der Färberstraße 4, noch eine Genehmigung für einen abendlichen Barbetrieb. Von Donnerstag bis Samstag sollte, im Zeitraum von 18.30 bis 1 Uhr, in einem zusätzlichen Raum eine Bar betrieben werden.

Nachdem der Pachtvertrag des ARAN-Hauses im Dezember 2016 ausgelaufen war, gab es unterschiedliche Äußerungen zu den Schließungsgründen. Schließlich wurde das Café TWINS im 400 Jahre alten Gebäude eröffnet. Dieses musste, wie nun das Faerber, bereits nach kurzer Zeit wieder schließen. Noch ist unklar, wie es mit der Immobilie weitergeht.

Mit einem offenen Brief wendet sich das Faerber an die Öffentlichkeit: 

Was soll man fühlen im Moment des Scheiterns? Wir haben heute die Nachricht zu verkünden, „DAS FÆRBER“ zum 31. Juli schließen zu müssen. Aber hey: Wir fühlen so einiges – nur uns nicht als gescheitert! Denn wer Neues wagt, scheitert nicht, sondern lernt, auch wenn das Wagnis schief geht! 

Ende 2017 traten wir zu unserer, wie wir finden, ehrenvollen Mission an: Unter dem Motto „FÆRBER-Zeit ist die genussvollste Zeit des Tages!“ wollten wir zum einen Rosenheims altehrwürdiges Färberhaus vor dem neuerlichen Verfall retten. Mit dem größten Respekt vor dem 400 Jahre alten Gemäuer renovierten und modernisierten wir – immer mit dem Ziel vor Augen, eine designbetonte Umgebung zu erschaffen, ohne den historischen Charakter dieses Wahrzeichens zu verleugnen. 

Wer uns besuchte, konnte nur zustimmen: Das ist uns grandios gelungen. Darüberhinaus wollten wir die Gastronomie unserer Heimatstadt auffrischen – Leberkas und Schweinsbraten gibt ́s schließlich an jeder zweiten Ecke. Indem es das Beste aus Café und Deli, Bar und Eatery vereinte, setzte das FÆRBER demgegenüber auf aktuelle, urbane Foodtrends; auf eine genauso gesunde wie exzellente Küche; auf köstlichen Kaffee und moderne Drinks. Wiederum beurteilten die Gäste unser Konzept und die Vision als grandios. Allein, der gute Ruf spricht sich zu langsam herum. So ein hohes Niveau kann man aber nur halten, wenn das Haus toujours voll ist. Seien wir ehrlich: Das ist es nicht. 

Doch für uns galt von Anfang an: Entweder wir bleiben uns treu oder wir lassen es. Insofern heißt es jetzt: ein fettes Dankeschön auszusprechen an alle, die den Aufenthalt bei uns genossen oder gar geholfen haben, dieses einzigartige Projekt zu stemmen. Wir hatten eine hammermäßige Zeit miteinander. Den Rosenheimern wünschen wir von Herzen, dass dieses Schmuckstück erhalten bleibt; unserem engagierten Team eine Führung, die mit einer neuen Vision für das Haus mehr Erfolg hat. Wer auch immer uns nachfolgt: Leute, geht hin, sonst geht Euch das Färberhaus flöten! 

Um uns allen den Abschied leichter zu machen, erklären wir den Juli zum Genuss- und Partymonat: „Holy Craft“ Designmarkt, Konzerte, das beste Dinner der Stadt, Sonder-Aktionen und Partys – wir werden lachend und laut gehen. Wir freuen uns auf ein fulminantes Ende. Lasst uns ein letztes Mal das FÆRBER rocken!

Quelle: rosenheim24.de

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