Lokalbetreiber äußern sich nach Messerattacke in Rosenheim

"Werden alles daran setzen, dass es nicht mehr so weit kommt!"

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Rosenheim - Der Messerangriff durch einen Eritreer (22) auf ein 16-jähriges Mädchen in einer Gaststätte am Rossacker hat am Wochenende für großes Entsetzen gesorgt. Jetzt liegt auch eine Stellungnahme der Lokalbetreiber vor:

Die Geschäftsführer des Lokals, Peter Jung und Marco Linnhuber, zeigten sich tief betroffen von den Ereignissen und haben sich nun schriftlich gegenüber rosenheim24.de geäußert.

"Zu allererst möchten wir dem jungem Mädchen alles Gute auf dem Weg der Besserung wünschen. Wir haben Kontakt mit dem Rektor der Schule aufgenommen und haben uns auch persönlich beim dem Mädchen erkundigt, wie es ihr geht und ob wir etwas für sie tun können. Einen derartigen Vorfall hatten wir in den eineinhalb Jahren unseres Bestehens noch nicht ansatzweise und werden alles daran setzen, dass es nicht mehr so weit kommt. Deshalb sind wir mit unserem Sicherheitsdienst in engem Kontakt, um weitere Verbesserungen der Sicherheit voranzutreiben", heißt es in der Mitteilung. Mit dem Sicherheitsdienst sei der Vorfall bereits in aller Ruhe besprochen und aufgearbeitet worden.

Zum Vorwurf, wie und warum der Eritreer mit einem Messer in die Gaststätte gelangen konnte, schrieben die Geschäftsführer: "Unser professioneller Sicherheitsdienst führt stichprobenartig Taschenkontrollen durch. Natürlich werden die Gäste dabei nicht von Kopf bis Fuß abgetastet, sondern lediglich die Hosentaschen und mitgebrachte Taschen durchsucht. Wir möchten hierbei den Sicherheitsdienst auch noch einmal für das schnelle und konsequente Einschreiten loben. Sicherheitsmitarbeiter sind auch immer "auf Streife" in den Räumlichkeiten, um ggf. sofort eingreifen zu können."

"Bei Kontrolle wurde nichts beanstandet"

Zudem war die Frage aufgekommen, warum sich denn das 16-jährige Mädchen um 0.45 Uhr noch in dem Lokal aufgehalten habe. "Sogenannte "Schülerpartys" werden und wurden nicht nur von uns durchgeführt. Die Minderjährigen zwischen 16 und 17 Jahren haben hierbei die Möglichkeit, sich einen sogenannten "Muttizettel" von der Homepage des Jugendamtes herunter zu laden, von den Eltern ausfüllen und sich von einer volljährigen Person beaufsichtigen zu lassen. Auf dem Formular wird die Uhrzeit genannt, zu welcher die Minderjährigen das Lokal verlassen müssen", hieß es hierzu in der Mitteilung.

Diese Vorgehensweise würde am Einlass stets sehr genau überprüft. "Unser Sicherheitsdienst überprüft die Formulare sehr gewissenhaft beim Betreten des Lokals (was oft zu langen Wartezeiten führt) und vergibt je nach Alter verschiedene Bänder, um es dem Personal und sich selbst möglichst leicht zu machen, wer unter 18 Jahre alt ist und wer einen "Muttizettel" hat. Dementsprechend werden ab 0 Uhr im Lokal Kontrollen durchgeführt, um die nicht berechtigten Jugendlichen zum Verlassen des Lokals aufzufordern. Bei einer solchen "Schülerparty" wurden auch schon bei uns Jugendschutzkontrollen durchgeführt und nichts beanstandet", erklärten Jung und Linnhuber.

Ordnungsamt prüft Jugendschutz

Das betroffene Lokal ist bei der Stadt Rosenheim übrigens als Schankwirtschaft angemeldet. "Das Ordnungsamt wird in Zusammenarbeit mit dem Betreiber klären, ob ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem Jugendschutzgesetz vorlag", erklärte Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, hierzu auf Anfrage von rosenheim24.de.

Bei dem Übergriff in der Nacht auf Samstag war das Mädchen gegen 0.45 Uhr auf der Tanzfläche von dem Eritreer mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Die AfD Rosenheim hatte bereits kurz nach der Tat eine politische Diskussion angestoßen, scharfe Konsequenzen gefordert und auch die Asyl- und Helferkreise hart kritisiert.

Quelle: rosenheim24.de

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