GDL streikte

Keine Streik-Auswirkungen in unserer Region

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Landkreis/Berlin - Der Streik der Lokführer ist zwar beendet, doch für viele Fahrgäste beginnen jetzt erst die Probleme. In unserer Region sieht es aber anders aus!

Situation in unserer Region

Der Streik der Lokführer bei der Deutschen Bahn in der vergangenen Nacht hat sich nicht auf die Züge der Bayrischen Oberlandbahn und des Meridian ausgewirkt. Wie ein Sprecher am Mittwochmorgen dem Radiosender Charivari sagte, sei während der Streikzeit der Lokführer zwischen 21 und 6 Uhr alles gut gelaufen. Es habe keine Verspätungen gegeben. 

Das Unternehmen hatte mit Verspätungen durch abgestellte Fahrzeuge der Bahn auf den Gleisanlagen gerechnet. Diese Befürchtung sei nicht eingetreten. Dass der Zugverkehr auch am Mittwochmorgen reibungslos läuft, bestätigen rosenheim24-User. Auf Anfrage auf der Facebook-Seite, ob die Züge für die Bahnpendler pünktlich fuhren, wurde das von mehreren Lesern bestätigt. Einer schrieb sogar: "1 Minute zu früh"!

Bundesweite Situation:

Anders sieht die Situation bundesweit und besonders im Fernverkehr aus!

Nach einem bundesweiten Streik der Lokführer drohen Bahnfahrgästen auch Mittwochmorgen Zugausfälle und Verspätungen. Nach dem Ende des neunstündigen Streiks um 6 Uhr sei mit Einschränkungen zu rechnen, teilte die Bahn am Morgen mit. „Im Laufe des Morgens wird versucht, wieder einen stabilen, wenn auch ausgedünnten Takt in den Regional- bzw. S-Bahn-Verkehren herzustellen“, hieß es. Ausfälle und Verspätungen drohten weiterhin auch im Fernverkehr.

„Die Beeinträchtigungen können noch bis in den Tag hinein dauern“, betonte die Bahn. Erhebliche Einschränkungen gab es demnach in Ballungsgebieten wie Berlin, Hamburg, München und Stuttgart sowie in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte ihren ersten regulären Streik dieser Tarifrunde am Morgen nach neun Stunden für beendet erklärt. Seit 6 Uhr setzten die Lokführer die Züge wieder in Bewegung, sagte ein Sprecher. Dass es weiter Probleme gibt, liegt vor allem daran, dass nun Züge nicht dort stehen, wo sie um diese Zeit benötigt werden.

Auch in der Nacht gab es nach Bahn-Angaben die größten Schwierigkeiten in den Ballungsräumen, etwa bei den S-Bahnen und dem Regionalverkehr in Berlin, Hamburg, München sowie im Rhein-Main-Gebiet und in Köln und Nürnberg. Nach Aussage einer Sprecherin gab aber keine größeren Zwischenfälle. „Die Reisenden waren sehr gut informiert. Deshalb blieb es an den Bahnhöfen ruhig.“

Um 21 Uhr hatte der Ausstand begonnen. Mancherorts wie etwa in Berlin fuhren aber schon eine halbe Stunde vor Streikbeginn keine Züge mehr. Mit zusätzlichem Personal informierte die Deutsche Bahn gestrandete Fahrgäste über alternative Verkehrsverbindungen.

GDL-Chef Claus Weselsky warf der Bahn zu Beginn des Streiks vor, im Tarifkonflikt unannehmbare Bedingungen zu stellen. Auf dem Berliner Hauptbahnhof sagte er, die Gewerkschaft werde über weitere Streiks entscheiden, wenn die Bahn ihre Blockadehaltung nicht aufgebe. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber forderte die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren: „Die GDL ist am Zug.“ Streiks seien „überflüssig, verantwortungslos und ohne jedes Gespür für die derzeitige Situation“.

Außer den Lokführern waren auch Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten zu dem Streik aufgerufen. Die Lokführergewerkschaft kämpft dafür, auch für diese Kollegen Tarifverhandlungen führen zu können. Sie verlangt für die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. In der vergangenen Woche hatten 91 Prozent der bei der Bahn angestellten GDL-Mitglieder in einer Urabstimmung für einen Arbeitskampf votiert. Zuvor hatte es zwei Warnstreiks gegeben.

Quellen: dpa/Radio Charivari

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser