Sohn (8) musste alles live mitansehen

Schüsse am Salinplatz: Polizei sucht weiter Zeugen

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Rosenheim - Die 26-jährige Frau, die am Freitagabend am Salinplatz auf offener Straße niedergeschossen worden war, ist inzwischen über den Berg. Nach und nach sickern nun weitere Details zum Tathergang durch. Ein beherzter Geschäftsinhaber hat der Frau vermutlich das Leben gerettet:

Update, 16.30 Uhr:

Die Kripo Rosenheim sucht nach wie vor Zeugen, die etwas von dem Vorfall am Salinplatz am Freitagabend mitbekommen haben. Dies teilt Sprecher Thomas Schelshorn gegenüber rosenheim24.de mit.

Zwar hätten sich mittlerweile Zeugen gemeldet, dies könnten jedoch noch nicht alle Personen sein, die etwas von der Attacke auf die junge Frau mitbekommen haben.

Daher bittet die Kripo nochmals, dass sich auch jene Personen melden, die etwas bemerkt haben, aber denken, dass es nicht notwendig sei, die eigenen Eindrücke von dem Vorfall der Polizei mitzuteilen.

Wer sich am Freitagabend kurz nach 18 Uhr in der Nähe des Salinplatzes aufgehalten hat, wird gebeten, sich bei der Kripo Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/2000 zu melden. Alle Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können, sind wichtig.

Update, 13.45 Uhr:

Bis dato war im Zusammenhang mit den Schüssen und der schwer verletzten 26-Jährigen immer von einem "jugendlichen Begleiter" die Rede. Jetzt kam heraus: Bei dem "jugendlichen Begleiter" handelt es sich um den achtjährigen Sohn der Frau, der die schreckliche Tat aus nächster Nähe live miterleben musste. Er wird nun psychologisch betreut.

Die Erstmeldung:

Als Harald Bendner, Inhaber einer Modeboutique am Salinplatz, gegen 18.15 Uhr, einen Schuss hörte, hat er keine Sekunde gezögert und war sofort auf die Straße gelaufen. "Dort beugte sich der Mann über die Frau, dann hat er nochmal auf sie geschossen", schilderte der Geschäftsmann gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt die schrecklichen Ereignisse.

Anschließend hat Bendner mit Hilfe eines weiteren Passanten den 59-jährigen Schützen überwältigt, ihm die Pistole aus der Hand geschlagen und ihn bis zum Eintreffen eines Großaufgebotes der Polizei festgehalten. Bendner bestätigte im OVB, worüber rosenheim24.de am Samstag bereits berichtet hatte. Der Schütze habe mindestens zweimal geschossen und außerdem habe dieser, offenbar sogar mehrmals, während der Tat gesagt: "Die beiden haben mir vor zehn Jahren das Leben kaputt gemacht!"

26-Jährige war kein Zufallsopfer

Zur Tatwaffe und zum Motiv gibt es weiterhin keine neuen Erkenntnisse. "Es werden weiter Beteiligte und Zeugen vernommen. Das wird aber sicherlich noch Tage in Anspruch nehmen", hatte Polizeisprecher Thomas Schelshorn am Wochenende dazu gesagt. Immerhin wurde inzwischen bestätigt, dass es sich bei der 26-Jährigen um kein Zufallsopfer handelt. Täter und Opfer haben sich demnach gekannt, eine Lebenspartnerschaft hätte aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilte die Polizei mit. Woher sie sich kannten, blieb allerdings ungeklärt. Dazu wollte die Polizei nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben machen.

Großeinsatz in Rosenheim: Schüsse in der Innenstadt

Bei der schrecklichen Attacke am Freitagabend zwischen Salinstraße und Salinplatz hatte der 59-Jährige die junge Frau (26) mit mindestens zwei Schüssen niedergestreckt. Sie wurde lebensgefährlich verletzt und kam ins Krankenhaus. Nach einer Not-Operation hatte sich ihr Zustand zum Glück stabilisiert. Die jugendliche Begleiterin der Frau blieb unverletzt, wurde anschließend aber vom Kriseninterventionsteam betreut. Der mutmaßliche Täter wurde noch vor Ort festgenommen. Der Mann sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft.

Quelle: rosenheim24.de

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