Prominenz blickt hinter die Kulissen

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Rosenheim - Die Ausstellung "Alexander der Große" ist eröffnet! Einen ersten Blick hinter die Kulissen wagte bereits am Donnerstagabend die lokale Prominenz. **Neu: Video**

Am heutigen Freitag eröffnet die neue große Ausstellung im Lokschuppen über Alexander, den Großen. Die Rosenheimer Prominenz durfte bereits gestern einen Blick in die neue Ausstellung wagen.

"Alexander der Große" empfängt geladene Gäste

So wird die neue Ausstellung "Alexander der Große - Herrscher der Welt"

Held mit Charisma, Eroberer, König und Herr über Asien – „Alexander der Große“ ist der „Superstar“ der Antike. In der Archäologischen Landesausstellung „Alexander der Große“ zeichnen die Archäologische Staatssammlung und das Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim das Leben des Herrschers nach. Mit 450 archäologischen Objekten aus über 40 bedeutenden europäischen Museen und mit Berichten von Zeitzeugen folgt der Besucher dem Leben Alexander des Großen von seiner Geburt bis zum Tod. Spannende Inszenierungen mit Animationen, eine abwechslungsreiche Gestaltung mit gebauten Palastanlagen und offenen Landschaften nehmen den Betrachter mit auf seinen abenteuerlichen Eroberungs-Feldzug von Makedonien bis ans vermeintliche Ende der Welt in Indien und zurück nach Babylon. 23.500 Kilometer, voller Kämpfe, Triumph, Trauer und Tod.

Die für Erwachsene und Kinder entwickelte Ausstellung, unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Horst Seehofer, läuft vom 22. März bis zum 3. November 2013.

Der Held steht ganz im Mittelpunkt

Alexander der Grosse

"Die diesjährige Archäologische Landesausstellung öffnet einen einzigartigen Blick auf die schillernde Herrschergestalt Alexanders des Großen“, erklärt Kunstminister Wolfgang Heubisch. „Die große Anzahl an renommierten Leihgebern zeigt das große Ansehen, das die Archäologische Staatssammlung in der internationalen Museumslandschaft genießt. Ich wünsche der Ausstellung viel Erfolg!"

„Die Besucher erwartet die erste rein biographische Alexanderausstellung, die den Held ganz in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt", so Prof. Rupert Gebhard, der Leiter der Archäologischen Staatssammlung München. „Über kaum einen anderen Helden aus der Antike haben wir so viele zeitgenössische Quellen.“

Alexanders Eltern, Freunde und Frauen erzählen ganz persönlich von dem großen Eroberer

So treten in der Ausstellung wichtige Begleiter Alexanders auf: Seine Eltern, seine Freunde, seine Frauen – als Schattenriss erzählen sie Ihre Sicht auf Alexander, als Muttersohn, Gottessohn, Eroberer. Die Orientierung ist für den Besucher leicht: er folgt dem Leben Alexanders anhand von Jahreszahlen und Kilometer-Angaben seines gigantischen Eroberungszuges. Die ersten Highlights erwarten den Besucher unmittelbar am Beginn der Ausstellung. Er betritt den Nachbau des makedonischen Palastes von Pella, in dem Alexander seine Jugend verbrachte. Spektakulär ist die neue Rekonstruktion des über fünf Meter langen Frieses aus dem Grab Philipp II.

Einzigartige Orginale werfen ein detailliertes Bild auf Alexander

Verantwortlichen der Ausstellung auf Pressekonferenz

Keilschrifttafeln berichten über den Einzug Alexanders in Babylon, persische und makedonisch-griechische Waffen sind Zeugen der Schlachten um die Herrschaft in der Antike. Eine Weltpremiere ist das einzige im Original erhaltene „Tropaion“. Das griechische Siegesmal aus der Alexanderzeit wird erstmals in Rosenheim der Öffentlichkeit präsentiert. Im Orakelraum des Tempels in Siwa finden sich geheimnisvolle Götterstatuen und Kultgeräte, im Bankettsaal des Palastes von Babylon ist die Tafel gedeckt mit kostbarem Silbergeschirr. Die hochkarätigen Exponate – aus zahlreichen europäischen Museen wie dem Louvre in Paris, dem British Museum in London, den Koninklijke Musea in Brüssel, dem Rijksmuseum van Oudheden in Leiden und bekannten deutschen Sammlungen – vermitteln nicht nur Eindrücke aus Alexanders Leben, betont Prof. Rupert Gebhard. "Der Besucher folgt nicht nur der Lebenslinie Alexanders, er bekommt zugleich einen Einblick in alle Kulturen im Osten der Alten Welt".

„Alexander der Große“ sei nicht nur eine wissenschaftlich fundierte und medial gestaltete Erlebnisausstellung – für Augen und Ohren.

Eine faszinierende Zeitreise mit musikalischen Klängen

Auf bequemen Hörkissen lauscht der Besucher dem „Tanz auf dem Turm“ von Babylon, der Monsunregen unter einem Zeltdach unterstreicht akustisch die Strapazen der Soldaten in Indien. Auch beim Audioguide gibt es als Premiere eine faszinierende Zeitreise mit akustisch-musikalischen Klängen.

31 Hörstationen führen bei der Ausstellung durch das Leben Alexander des Großen. An neun Punkten des Rundgangs hören die Besucher zusätzlich einzigartige Klangsignaturen des Musikethnologen Hans L. Hirsch. Musikalische und akustische Akzente setzt er bei der „Löwengeburt in Makedonien“, der „Löwenfütterung durch Aristoteles“, der „Gründung Alexandrias“ oder beim „Orakel von Siwa“. Die „Trompeten und Elefanten-Trompeten“ sind ebenso faszinierend wie „Alexanders Agonie und Tod.“

Das Ausstellungszentrum - Ein Ausflugsziel für Jung und Alt

Dank eines speziellen Kinderpfads in der Erlebnisausstellung und den acht Stationen des Olympischen Parcours auf dem Außengelände wird das Ausstellungszentrum zum familienfreundlichen Ausflugsziel. Mit seiner außergewöhnlichen Museumspädagogik bietet der Lokschuppen zudem kompakte, didaktisch aufbereitete Ausstellungsinhalte für Vorschulkinder und für Schülerinnen und Schüler aller Schularten bis zur 12. Klasse.

Kreativworkshops für Kinder und Jugendliche

In Kreativworkshops beschäftigen sich Kinder und Jugendliche mit Schmuck aus der Antike, sie gestalten ein Mosaik, oder sie schlüpfen in die Rolle eines Archäologen und führen eigene Ausgrabungen durch. „Unsere Museumspädagogik hat als Leitthema interkulturelle Begegnungen und orientiert sich an den Lehrplänen bayerischer Schulen. Der Lokschuppen wird erneut zum außerschulischen Klassenzimmer“, betont der Geschäftsführer der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim, Peter Lutz. Die Gesamtinvestition in die archäologische Landesausstellung beträgt rund 2,3 Millionen Euro. Zur Kostendeckung sind 177.000 Besucher notwendig.

"Attraktives Ziel für Einheimische und Touristen"

Am Donnerstag wurde das Konzept der Landesausstellung "Alexander der Große" im Kultur- und Kongresszentrum präsentiert. Peter Lutz, der Geschäftsführer der Veranstaltungs und Kongress GmbH Rosenheim zeigt sich vor der Eröffnung optimistisch: "Wir sind von der Ausstellung sehr begeistert und hoffen, dass wir die Erfolgsgeschichte der Ausstellungen im Lokschuppen fortsetzten können." Er hofft, dass der Lokschuppen auch in seinem Jubiläumsjahr, ein attraktives Ziel für Einheimische und Touristen sein wird

Prof. Dr. Rupert Gebhard, Direktor der Archäologischen Staatssammlung, lobt die guten Bedingungen des Lokschuppens : "Ein Ausstellungsraum in einer solchen Größen gibt es in der Region kein zweites Mal."

Des Weiteren betont er die Einmaligkeit der Ausstellung. Er weist daruf hin, dass die Exponate, die aus 40 internationalen Museen und Sammlungen stammen, nie wieder in einer solchen Anordnung zusammen zu sehen sein werden.

"Alexander hat die Welt verändert"

Harald Schulze, Kurator und klassischer Archäologe, erklärt die Entstehung der Erlebnisausstellung, an der ein ganzes Team von Kuratoren gearbeitet hat. Das Konzept lässt sich grob in zwei Bereiche, die Ereignisse in der Mittelmeerregion und im Perserreich, unterteilen. Ziel war es, von verschiedenen Blickwinkeln den Eroberungszug des Feldherren zu betrachten. So soll jeder die Möglichkeit haben, sich ein genaues Bild über den Eroberer zu machen, denn "Alexander hat die Welt verändert!"

"SMS aus der Antike, die nie gelöscht wurden"

Dr. Ellen Rehm, Kuratorin, die mit Harald Schulze zusammen arbeitete, betrachtet Alexander vorallem  aus der altorientalische Sicht. Während der Vorbereitungen stand für sie im Vordergrund herauszufinden, "wie Alexander den Orient sah und wie der Orient Alexander sah." Große Bedeutung misst sie den historischen Keilschrifttafeln zu, die vom Britischen Museum zur Verfügung gestellt wurde. "Diese Tafeln sind schriftliche Zeitzeugen, die Alexanders Taten ganz nüchtern darstellen. Man kann durch sie die damalige Welt mit Alexanders Augen sehen. " Auch Prof. Dr. Gebhard zeigt sich begeistert: "Das sind SMS aus der Antike, die nie gelöscht wurden. Das ist eine Tageszeitung von vor 2.400 Jahren."

Dr. Peter Miesbeck, der Leiter des Ausstellungszentrums, gibt ein kurzes Bild von den museumspädagogischen Angeboten. Er weist auf die Vielfalt hin, die für Sportler, für Genießer, für Nachtschwärmer und Kulturgenießer etwas zu bieten hat.

Nina Hippmann/redro24,  Quelle: Kultur- und Kongress GmbH Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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