Zweiter Zwischenfall mit rabiatem Hahn in Rohrdorf:

Wilder Gockel: Zweites Kind (2) verletzt!

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Rohrdorf - Schon einen Tag vor dem Angriff auf die kleine Vroni S. im vergangenen Jahr hatte derselbe wild gewordene Hahn einen Buben (2) angegriffen und am Auge verletzt!

Der zweieinhalbjährige Alexander A. war mit seiner Oma in Rohrdorf unterwegs, als ihn plötzlich ohne Vorwarnung der Hahn attackierte. Wie Vroni wurde er dabei von dem Tier am Kopf verletzt: Der Gockel kratzte Alexander am Auge und verletzte dabei auch die Hornhaut!

Nach dem Vorfall war das Auge stark geschwollen, tränte und blutete. Bis heute hat der Bub eine Narbe im Augenlied und das Auge tränt permanent. "Ob es Spätfolgen gibt, also ob eine Sehbeeinträchtigung besteht, wissen wir noch nicht. Das kann man vermutlich erst in ein paar Jahren sagen", erklärt seine Mutter Katharina A.

Am selben Tag des Angriffs suchte die Oma den Bauern auf, um ihn zur Rede zu stellen. Dabei habe sie die Bäuerin angetroffen. "Die hat gesagt, sie wissen schon, dass der Hahn bös' ist und dass sie ihn wegtun wollen", sagt A. Trotzdem hat der Bauer den Hahn wohl nicht eingesperrt. Nur einen Tag später griff er Vroni S. an. "Erst auf Anweisung der Polizei hat er ihn eingesperrt. Das ist wirklich sehr fahrlässig. Da weiß der Bauer, dass der Gockel böse ist, und obwohl schon was passiert ist, lässt er den frei laufen", ärgert sich die Mutter von Alexander.

Der Gockel sei schon seit langem ein Problem. Auch die Uroma von Alexander, die ganz in der Nähe des Bauern wohnt, sei zuvor schon einige Male von dem Hahn verfolgt worden. "Der kann sich bei uns auch nicht rausreden, dass das nicht sein Gockel ist. Die Schwiegermutter, die bei dem Angriff auch dabei war, und die Oma haben ihn eindeutig identifiziert", so A.

Außerdem seien die Hühner des Bauern die einzig freilaufenden in der ganzen Gegend. Auch der Zaun neben der Schule bringe nichts: "Der war ja unten total offen, da konnten die Hühner leicht drunter durchschlüpfen", ist A. überzeugt.

Lange Zeit hatte der kleine Alexander nach dem Angriff panische Angst vor Vögeln. Er habe ein richtiges Trauma gehabt, erzählt die Mutter: "Und wenn nur eine Taube aufgeflogen ist, kam er schreiend zu mir gerannt." Mittlerweile habe sich diese Angst glücklicherweise großteils gelegt.

Auch Familie A. hat nach dem Vorfall Schmerzensgeld bekommen - 1000 Euro. Nach dem Prozess mit Sabine W. wollte die Versicherung das Geld zunächst zurück. "Aber wir konnten den Hahn ja eindeutig identifizieren. Dann hat die Versicherung gesagt, das Geld sei kulanter Weise gezahlt worden - mehr gebe es jetzt aber nicht mehr", sagt die Mutter. Sollten Alexander also wirklich Sehschäden davongetragen haben, hätte er Pech gehabt.

Auch darum erwägt die Familie A. jetzt, gegen den Bauern zu klagen - vielleicht sogar gemeinsam mit Sabine W. "Wir warten derzeit auf ein Attest vom Augenzentrum. Danach werden wir mit unserem Anwalt sprechen und dann sehen wir weiter", sagt A.

So wurde die kleine Vroni S. vom Hahn verletzt:

Kleines Mädchen wurde von Hahn angegriffen

ra

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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