Ehrenamtlicher kämpft weiter für seine Unschuld

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Korrekt angebracht habe er das Absperrband an einem Kiesweg in der Nähe der Predigtstuhlbahn, erklärte Tunay Öztunc dem Freilassinger Anzeiger.

Bad Reichenhall – Noch immer beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Traunstein mit einem Fahrrad-Unfall, der im August 2008 in Bad Reichenhall passiert ist.

Im Vorfeld des Rupertus-Thermen-Laufes in Bad Reichenhall hat der zweite Vorsitzende des TSV Bad Reichenhall, Tunay Öztunc, die vorgesehene Strecke abgesperrt. Auch auf einem Kiesweg in der Nähe der Predigtstuhlbahn ist ein Absperrband gezogen worden.

Diese Absperrband hat ein Radfahrer zu spät gesehen und ist bei einer Vollbremsung schwer gestürzt. Die Gesichtsverletzungen, die er sich dabei zuzog, mussten im Krankenhaus behandelt werden. Obwohl der Fahrradfahrer keine Anzeige erstattete, ging der Fall an die Staatsanwaltschaft. Die sprach eine 500-Euro-Strafe wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Tunay Öztunc als Verantwortlichen für die Absperrung aus.

Der zweite Vorsitzende des TSV Bad Reichenhall hat die Strafe bis heute nicht gezahlt. Er habe die Absperrung richtig durchgeführt. Würde er die Strafe zahlen, wäre das für ihn ein Schuldeingeständnis.

Die Staatsanwaltschaft ihrerseits versucht immer noch eine Lösung zu finden, den Fall ad acta zu legen. Aber von den 500 Euro rückt sie nicht ab. Zwar gebe es Möglichkeiten, die Anklage wegen Fahrlässiger Körperverletzung abzuwenden, aber die 500 Euro müsste Öztunc trotzdem zahlen. Und das kommt für den Ehrenamtler nicht in Frage.

Wie der Fall ausgeht, steht also noch in den Sternen. Sicher ist aber, das Tunay Öztunc bei den Neuwahlen des TSV Bad Reichenhall im Mai für freiwillige Ämter nicht mehr zur Verfügung steht.

Quelle: rosenheim24.de

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