Ersthelfer fielen bei Rettung in den Fluss

Leise Hilferufe: Polizisten retten Rentner (74) aus dem Eisbach

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Surfer auf dem Eisbach
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München - Erneut hätte der Eisbach einem Mann beinahe das Leben gekostet. Zum Glück hörten zwei Polizisten leise Hilferufe - ein Polizist sprang sofort ins Wasser.

Am Mittwoch, 21.06.2017, gegen 23.10 Uhr, waren Beamte der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) im Englischen Garten eingesetzt. Beim Verlassen des Englischen Gartens hörten die Beamten leise Hilferufe. Diese kamen aus der Richtung einer Brücke im Eisbach.

Die Beamten entdeckten dort eine männliche Person im Wasser. Während sich einer der beiden Beamten sofort ans Wasser begab, um der Person zu helfen, rief die mit eingesetzte Polizeibeamtin zwei vorbeikommende Passanten hinzu. Die beiden 20 und 25 Jahre alten Männer leisteten sofort Hilfe. Ein vorbeikommender 23-Jähriger half ebenfalls.

Der Mann konnte gemeinsam erfolgreich aus dem Wasser gezogen werden. Bei ihm handelt es sich um einen 74-jährigen Rentner. Bei der Rettungsaktion rutschten die beiden 20 und 25 Jahre alten Helfer ins Wasser. Sie konnten sich jedoch selbst wieder aus dem Wasser retten. Die genauen Umstände, wie der Rentner ins Wasser gelangte, sind derzeit nicht bekannt. Er wurde durch einen hinzugerufenen Rettungsdienst erstversorgt. Obwohl die beiden Helfer, die in den Eisbach gefallen waren, stark durchnässt waren, gaben sie an, ihre Hilfe als selbstverständlich zu sehen.

Bereits zwei Eisbach-Tote seit Mai 2017

Ende Mai war ein 15-jähriges Mädchen in dem Fluss, der durch den Englischen Garten fließt, ertrunken. Laut Polizei wollten vier Mädchen vom Ufer aus ins Wasser springen und sich dabei an den Händen halten. Zwei der Mädchen machten einen Rückzieher, die 15-Jährige und ihre Freundin sprangen. Die Nichtschwimmerin wurde anschließend von der starken Strömung unter Wasser gezogen und mitgerissen. Nach einer großangelegten Suche wurde das Mädchen leblos aufgefunden.

Am 10. Juni ertrank ein 35-jähriger Mann im Eisbach

. Mehreren Zeugen war eine leblose Person im Wasser aufgefallen. Der 35-jährige Tourist konnte geborgen werden, allerdings konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Hinweise auf ein Eigen- bzw. Fremdverschulden ergaben sich nicht. Es stellte sich heraus, dass der Mann nicht, bzw. nur mittelmäßig schwimmen konnte.

Präventionshinweis der Münchner Polizei

Gerade bei den derzeit heißen Temperaturen lockt es Zahlreiche an die nahegelegenen Badeseen oder Bäche. Bedenken Sie, dass gerade künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen und sie dann nicht mehr stehen können und dieStrömung von fließenden Gewässern schlecht eingeschätzt werden kann. Gerade Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und nicht alleine ins Wasser gehen.

Halten Sie sich am besten in Uferabschnitten auf, welche von Rettungsschwimmern überwacht werden. Beachten Sie die angebrachten Hinweise vor Ort, wie beispielsweise Badeverbote. Springen Sie niemals in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht kennen.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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