Sex für Reitferien - Urteil wieder vertagt

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Traunstein - Im Prozess gegen einen 53-jährigen Mann, der von seiner Stieftochter Sex als Bezahlung für ihre Reitferien gefordert haben soll, wird am Mittwoch wohl noch kein Urteil fallen. Der Grund:

Gleich mehrmals soll sich der 53-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim an seiner Stieftochter vergangen haben. Im Prozess um den Missbrauch an der inzwischen 26-jährigen Stieftochter des Mannes sollte eigentlich am Mittwoch das Urteil fallen. Allerdings "kann der Verteidiger des 53-Jährigen krankheitsbedingt heute nicht plädieren", meinte Pressesprecher Josef Hager vom Landgericht Traunstein. "Heute wird lediglich ein Sachverständiger sein Gutachten erstatten. Außerdem soll ein Arzt als Zeuge vernommen werden."

Die Schlussplädoyes müssen daher vertagt werden. Ein Termin für den nächsten Verhandlungstag ist noch nicht festgesetzt.

Die Vorwürfe gegen den Angeklagten

Seit 1992 lebte er mit der Tochter seiner Frau unter einem Dach und soll sie in diesem Zeitraum mehrfach missbraucht haben.

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Aber damit nicht genug: Er soll seine inzwischen 26-jährige Stieftochter auch erpresst haben. "Im Sommer 1998 durfte das damals 13-jährige Mädchen in den Reiturlaub fahren. Als sie wieder zurückkam, soll der 53-Jährige als Bezahlung für die Ferien sexuelle Dienste von ihr gefordert haben," erklärte Pressesprecher Tobias Dallmayer vom Landgericht Traunstein. Bisher räumte der Angeklagte ein, seine damalige Frau und die Kinder geschlagen zu haben. Die sexuellen Übergriffe streitet er ab.

"Der 53-Jährige muss sich wegen insgesamt sechs Anklagepunkten vor Gericht verantworten," so Dallmayer.

ps

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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