Firma unter Salmonellen-Verdacht

Eier von Bayern-Ei in der Region verkauft

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Soko Tierschutz hat in Burghausen mit einer Protestaktion auf die Recherchen aufmerksam gemacht
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Burghausen/Mühldorf - Bayern-Ei steht im Verdacht, einen Salmonellen-Skandal ausgelöst zu haben. In mehreren Gemeinden waren die Eier der Firma weiter im Verkauf.

Die Firma Bayern-Ei steht im Verdacht, im vergangenen Sommer für Salmonellenerkrankungen in mindestens vier europäischen Ländern verantwortlich gewesen zu sein. Bei dem Salmonellenausbruch sind zwei Personen in Österreich und Großbritannien gestorben, die Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt. Wie jetzt bekannt wurde, waren Käfig-Eier der Firma weiter in Supermärkten erhältlich - anders als Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf erklärt hatte.

Die Aktivisten von Soko Tierschutz, die schon einmal einen Skandal in der Region aufgedeckt hatten, haben genau wie die Süddeutsche Zeitung und der Bayerische Rundfunk unabhängig voneinander Käfigeier von Bayern-Ei in Supermärkten gefunden. Dem BR zufolge waren die Eier - zumindest bis vor Kurzem - in Marktl, Mühldorf und Burghausen zu kaufen. Die Süddeutsche berichtet außerdem von einem Fund in Reischach.

Soko Tierschutz hat gestern mit einer Protestaktion vor einem betroffenen Supermarkt in Burghausen auf die Eier-Funde aufmerksam gemacht:

Jetzt gerade: SOKO Aktion gegen Pohlmann Käfigeier bei Edeka.Hier in Burghausen wurden wir fündig.

Posted by SOKO Tierschutz on Mittwoch, 24. Juni 2015

Ministerium: Rückruf nach Salmonellenausbruch

Noch am Montag hatte Verbraucherschutzministerin Scharf gegenüber dem Münchner Merkur erklärt, in Bayern würden keine Käfigeier mehr verkauft. Wie das Verbraucherschutzministerium nun in einer Stellungnahme einräumte, hätten viele große Handelsketten Käfigeier ausgelistet, allerdings seien Käfigeier in Bayern weiterhin erhältlich. Die Verbraucherschutzministerin sei aber davon ausgegangen, dass Käfigeier in Bayern nicht im Einzelhandel vertrieben würden.

Jetzt steht die Frage im Raum, ob die Öffentlichkeit im Zuge des Salmonellenausbruchs ausreichend informiert und geschützt worden war. Dazu erklärte das Ministerium: "Im Zuge des Salmonellenausbruchs im Sommer 2014 wurden aus den verschiedenen Bayern-Ei-Standorten insgesamt drei Chargen Eier zurückgerufen. Lediglich für Teile einer dieser Chargen gab es Abnehmer in Bayern. Diese Charge wurde über die zuständigen Behörden vor Ort zurückgerufen."

So erkennen Sie Bayern-Ei-Eier:

Eier, die an Supermärkte geliefert werden, müssen gekennzeichnet werden. Bei Käfighaltung beginnt der Code grundsätzlich mit einer 3. Die drei Standorte von Bayern-Ei haben die Codes 3-DE-0920411 (Standort in Ettling), 3-DE-0920431 (Aiterhofen) und 3-DE-0920441 (Aholming).

Quelle: innsalzach24.de

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