Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schaden von 17 Millionen Euro

Millionenbetrüger vor Gericht: Sie prellten Sky mit aufwendigem System

Regensburg: Millionenbetrüger vor Gericht: Sie prellten Sky um irren Betrag
+
Der Pay-TV-Sender Sky klagt fünf Männer an, dem Sender einen Schaden in Höhe von 17 Millionen Euro beschert zu haben.

Fünf Männer haben mit einer aufwendigen Infrastruktur den Pay-TV Sky um Millionen betrogen. Jetzt beginnt der Prozess gegen Sie in Regensburg.

Regensburg - Mit dem illegalen Verkauf von Abonnements für Bezahlfernsehen (Pay-TV) sollen fünf Männer einen zweistelligen Millionenschaden verursacht haben. Seit Donnerstag muss sich die Gruppe vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wirft zwei Männern unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung und Computerbetrug in fast 145.000 Fällen vor, den drei weiteren Angeschuldigten Computerbetrug und Ausspähen von Daten.

Die Betrüger sollen Sky um 17 Millionen geprellt haben

Der Anklage nach entstand dem Pay-TV-Sender ein Schaden in Höhe von knapp 17 Millionen Euro. Die Verteidiger verwiesen zum Prozessauftakt darauf, dass es sich dabei eher um einen erwarteten Betrag als um einen tatsächlichen handele.

Einer der Angeklagten im Prozess um den Millionebetrug gegen Sky verdeckt vor Gericht sein Gesicht mit einer Jacke.

Laut Staatsanwaltschaft müssen die Kunden des illegalen Billig-Abos ebenfalls mit Strafverfolgung rechnen. Es dürfte für sie erkennbar gewesen sein, dass es sich bei den Internetseiten nicht um offizielle Seiten des Fernsehsenders handelte.

Die heute zwischen 33 und 46 Jahre alten Männer richteten den Ermittlungen zufolge Internetseiten ein, über die sie über mehrere Jahre hinweg sogenannte Cardsharing- und IPTV-Angebote verkauften. Dafür bauten sie eine umfangreiche technische und logistische Infrastruktur auf. Die Abonnenten des illegalen Pay-TV-Angebotes erhielten Zugang zu verschlüsselten Fernsehprogrammen. Die Bande soll auf diese Weise etwa 1,6 Millionen Euro illegal verdient haben.

Sky hatte die Betrüger 2016 angeklagt

Der Pay-TV-Sender hatte im Sommer 2016 Strafantrag gestellt. Ende November 2017 waren die fünf Verdächtigen festgenommen worden, zwei von ihnen sitzen noch in Untersuchungshaft. Zwei weitere Männer, die zur Bande gehören sollen, sind noch nicht gefasst - von einem der beiden ist den Behörden bislang nur ein Deckname bekannt, unter dem er mit den anderen Beteiligten kommuniziert haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern „hohe kriminelle Energie“ vor.

Bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ist die Zentralstelle Cybercrime für Bayern angesiedelt. Die Behörde ist zuständig für Computerkriminalität. Weil einer der Angeklagten aus der Umgebung von Regensburg stammt, wird am dortigen Landgericht verhandelt. Es sind zunächst 18 weitere Prozesstage angesetzt, das Urteil ist für 11. Februar geplant.

dpa/lby

Lesen Sie auch

Sky-Panne zum DFB-Pokal, Fans wütend: „Verpassen Sie alle Tore und zahlen den vollen Preis“

Millionen Fußball-Fans freuten sich am Wochenende auf die Live-Spiele im DFB-Pokal, doch viele saßen vor einem schwarzen Bildschirm. Sky hatte technische 

Tag fünf im Sparkassen-Prozess: Gericht hat erste Zweifel an Verurteilung

Tag fünf im Prozess um die Miesbacher Sponsoring-Affäre um Jakob Kreidl und Georg Bromme. Es ging weiter um Brommes Beratervertrag. Und das Gericht sorgte mit einer Einschätzung zur Verurteilungswahrscheinlichkeit für eine Überraschung.

Kommentare