Zahlreiche Unfälle an Kreuzung von MÜ32/MÜ43

Landkreis plant Umbau von Unfallschwerpunkt in Rechtmehring

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Rechtmehring - Immer wieder hat es in den vergangenen Monaten Unfälle an der Kreuzung der Kreisstraße MÜ32 und M43 gegeben. Nun soll dieser Unfallschwerpunkt entschärft werden.

An dieser Kreuzung passieren schon seit Jahren und in letzter Zeit immer häufiger Unfälle, sagt Thomas Spiegelmeier. Er wohnt nicht weit entfernt und hat sich nach der neuesten Serie von Unfällen dazu entschlossen, etwas zu unternehmen. Gemeint ist die Kreuzung der Kreisstraßen MÜ32 und MÜ43 in der Gemeinde Rechtmehring. "Ein Kreisverkehr ist unser Ziel", sagt er. "Dann gibt es vielleicht immer noch Unfälle, aber vielleicht nicht mehr so viele."

Vor etwa zweieinhalb Monaten hat er angefangen, aktiv zu werden, Kontakt mit dem Bürgermeister und der Verwaltung aufgenommen und eine Whatsapp-Gruppe gegründet, um Interessierte wie bei einer Art Newsletter über alles Wissenswerte rund um die Kreuzung zu informieren. Auslöser ist der Unfall eines Motorradfahrers gewesen.

Etwa 240 Mitglieder zählt die Whatsapp-Gruppe mittlerweile. "Ich habe angefangen rumzutelefonieren bei Polizei, Landratsamt sowie dem Bürgermeister und ein bisschen Staub aufzuwirbeln", sagt der 45-Jährige. "Um das Ziel Kreisverkehr ein wenig zu beschleunigen und dafür zu sorgen, dass die Leute darüber reden."

Kreisverkehr soll gebaut werden

Momentan sieht es so aus, als würde die Kreuzung zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. "Die Verwaltung des Landkreises Mühldorf hat die Kreisgremien im Juli 2018 über den Knotenumbau der Kreisstraßen MÜ32/MÜ43 informiert und strebt den Umbau zu einem Kreisverkehrsplatz an", teilt Sprecherin Simone Kopf vom Landratsamt Mühldorf am Inn mit.

Derzeit gibt es eine Vorplanung. Diese ist notwendig, um die Förderfähigkeit bei der Regierung von Oberbayern zu prüfen. Möglich wäre nach derzeitigem Stand, dass das Projekt zwischen 2020 und 2022 umgesetzt werden könnte. Jedoch: "Die Verwaltung wird den Kreisgremien in den Sitzungen im Frühjahr 2019 den vorgezogenen Umbau des Kreuzungsbereiches zu einem Kreisverkehrsplatz im Jahr 2019 vorschlagen", erklärt Simone Kopf.

Auch die Gemeinde Rechtmehring hat Interesse an einem raschen Umbau. Der Gemeinderat hat jüngst beschlossen, dem Landkreis eine Vorfinanzierung anzubieten, um das Bauvorhaben zeitnah umsetzen zu können. "Sobald ein konkretes Angebot seitens der Gemeinde Rechtmehring vorliegt, wird dieses durch die Verwaltung geprüft und den Kreisgremien zur Entscheidung vorgelegt", sagt Landkreis-Sprecherin Simone Kopf dazu.

Kreuzung bereits sicherer gemacht

Bereits in der Vergangenheit sind - abgestimmt mit der Polizeiinspektion und der Verkehrsbehörde - mehrere Maßnahmen umgesetzt worden, um die Kreuzung sicherer zu machen:

  • An den untergeordneten Einmündungen der Kreisstraße MÜ43 ist jeweils das Verkehrszeichen "Halt! Vorfahrt gewähren!" zusätzlich aufgestellt worden.
  • Die Fahrbahnmarkierungen im Kreuzungsbereich sind kontinuierlich erneuert worden.
  • Dauerwarnblitzern mit externer Stromversorgung sind im Bereich der Verkehrsinseln der Kreisstraße MÜ43 eingerichtet worden.
  • Die Vorwegweiser sind verbessert worden.
  • Die Geschwindigkeit ist auf der Kreisstraße MÜ32 zwischen Rechtmehring und Freimehring in beide Fahrtrichtungen auf 70 km/h begrenzt worden.

ksl

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © Montage (Patrick Seeger/dpa; Peter Kneffel/dpa)

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