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Unfallschwerpunkt bei Rechtmehring soll entschärft werden

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Erst am Dienstag krachte es bei Rechtmehring.
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Rechtmehring - Immer wieder kracht es an der Kreuzung von MÜ43 und MÜ32. Nun will die Gemeinde etwas dagegen unternehmen.

Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass dem Landkreis Mühldorf das Angebot der Möglichkeit einer Vorfinanzierung gegeben wird um das Bauvorhaben des Kreisverkehrs von MÜ43 und MÜ32 zeitnah umsetzen zu können.

Kreuzung zu Unfallschwerpunkt geworden

An der Kreuzung hatte sich zuletzt am Dienstagabend ein schwerer Unfall ereignet. Auch aus Sicht der Gemeinde hat sie sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Sogar eine Bürgerinitiative hat sich schon gegründet.

Erst Mitte Oktober hatte es dort einen schweren Unfall gegeben, als zwei Autos und ein Motorrad ineinander krachten. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt und es entstand hoher Schaden an den Fahrzeugen. Nur wenige Tage davor musste eine 71-Jährige nach einem weiteren Unfall ins Krankenhaus.

Etwas glimpflicher endete dagegen ein Zusammenstoß Anfang Oktober. Damals waren an der Kreuzung ein Kleintransporter und ein Honda kollidiert. Außerdem hatte im Sommer eine Autofahrerin das an der Kreuzung postierte Stop-Schild übersehen und mit ihrem Fahrzeug ein anderes Auto gerammt. Dabei wurde die Verursacherin verletzt. Schlimm war auch ein Vorfall im April 2018, als bei einem weiteren Unfall ein hochwertiger Mercedes zerstört wurde.

"Die versuchten Maßnahmen zur Entschärfung mit Blinklichtern und kleineren Baumaßnahmen kostete 40.000 Euro und brachte keine Verbesserung der Situation", so die Gemeindeverwaltung.

Kreistag plädiert für Kreisverkehr

Bürgermeister Linner informiert die anwesenden Gemeinderatsmitglieder und Gemeindebürger über den Sachstand zur Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Kreisstraßen MÜ32 und MÜ43.

Seit 1. Juli sei die Regierung von Oberbayern für die Gewährung von Zuschüssen zur Errichtung von Kreisverkehren zuständig. Die Stellungnahme des Staatlichen Bauamtes entfalle und sei seit diesem Zeitpunkt nicht mehr nötig, so die Stadtverwaltung. "Der Kreistag hat sich bei einer Kreistags- und Bauauschusssitzung gegen Linksabbiegerspuren und für einen Kreisverkehr ausgesprochen. Das Ingenieurbüro Behringer wurde mit der Planung beauftragt." Bürgermeister Linner habe an einem Treffen bei der zuständigen Sachbearbeiterin in der Regierung von Oberbayern teilnehmen dürfen.

Gespräche laufen

Wie bereits 2009, so unterstütze auch 2018 die Gemeinde den Landkreis bei den Gesprächen mit den betroffenen Grundstückseigentümern. Diese haben bei einem gemeinsamen Termin mit den Mitarbeitern des Landratsamtes der Veräußerung zugestimmt. In Bezug auf die kirchlichen Grundstücke habe Zweiter Bürgermeister und Kirchenpfleger Friedrich Köbinger Kontakt mit dem Ordinariat aufgenommen. Das Landratsamt müsse außerdem mit der OMV klären welche Maßnahmen zur Überbauung der Mineralöl-Pipeline zu ergreifen sind.

"Die Kosten in Höhe von etwa 600.000 Euro werden durch die Regierung von Oberbayern mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der zuschussfähigen Ausgaben gefördert. Die Bezuschussung der Maßnahme wurde bereits zugesichert." Im März fänden laut Auskunft des Landratsamtes die nächste Bauausschusssitzung statt. In dieser Sitzung soll über den Bau des Kreisverkehrs entschieden werden.

Bevölkerung wird über Whatsapp auf dem Laufenden gehalten

Die Bevölkerung solle über eine Whatsapp Gruppe über die Sachstände informiert. "Das Interesse der Bevölkerung an der Umsetzung ist vorhanden. Durch den Bau des Kreisverkehrs erhofft man sich eine Verbesserung in Bezug auf die Unfälle." Es werde allerdings weiterhin zu Unfällen kommen, die aber aufgrund der geringeren Geschwindigkeit nicht so wuchtvoll sein würden.

Für die Fußgänger und Radfahrer solle eine Überquerungshilfe errichtet werden. Grundsätzlich sei die Teilnahme am Straßenverkehr immer mit Risiken und Gefahren behaftet. "Hier sind die Eltern und Schule wie auch die verschiedenen Verkehrsteilnehmer in der Verantwortung", so die Gemeindeverwaltung. "Ein rücksichtsvoller Umgang mit allen Verkehrsteilnehmern ist nötig."

Die Blinkleuchten sollten laut Konzept bleiben. Diese würden aber die Gefahr bergen, dass Fahrzeugführer geblendet werden und dadurch eventuell querende Verkehrsteilnehmer übersehen. Sinnvoller sei es, den Kreuzungsbereich und den Gehwegbereich gut auszuleuchten. Der konkrete Baubeginn des Kreisverkehrs ist noch unklar. "Wenn weitere Informationen vorliegen werden diese gerne veröffentlicht."

Auch bei Heldenstein soll ein Unfallschwerpunkt an der Kreuzung von MÜ25 und MÜ13 bei Haigerloh durch einen Kreisverkehr entschärft werden.

Quelle: innsalzach24.de

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