Intensivkursangebot für Realschüler des gesamten Bezirks im Schauerhaus in Oberaudorf

Langeweile Fehlanzeige: MINT-Förderung für Realschüler

Mit 3-D-Drucker und weiterem modernen "Werkzeug" ausgestattet, findet im Instensivprogramm unter dem Flaggschiff MINT-Förderung interessanter Zeitgeist für Realschüler statt.

Landkreis - Mathe gilt als langweilig? Informationstechnologie als zu theoretisch? Eindeutig andere Eindrücke gilt es bei den Intensivkursen für Realschüler mit der sogenannten MINT-Förderung zu bemerken. Spaß nicht ausgeschlossen.

Die Forderung nach qualifizierten Absolventen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen ist nach wie vor präsent. Die Realschulen bieten gerade mit den Fächern Mathematik, Naturwissenschaft, Werken und Informationstechnologie dazu die nötigen Grundlagen.

Um Schülerinnen und Schüler für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu interessieren und entsprechend zu fördern und zu fordern sind im Rahmen der MINT21-Initiative an Bayerischen Realschulen ergänzend zum schulischen Unterricht Wochen-Intensivkurse am Lernort Schullandheim entwickelt worden.

Maximilian Bogner, MINTENSIV-Koordinator für den Bereich Oberbayern-Ost, organisiert für die Realschulen diese Aufenthalte u.a. im Schauerhaus in Oberaudorf, Landreis Rosenheim, welches von der Familie Schweinsteiger geführt wird. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Schülerinnen und Schüler darin zu motivieren, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen in einer vorbereiteten Lerncamp-Atmosphäre zu bearbeiten. Darüber hinaus sollen sie ihre eigenen Stärken entdecken und lernen, sich in die Gruppe einzufügen. 3D-Drucker, Robotic-Kästen und Navigationsgeräte stehen dabei im Schauerhaus zur Verfügung.

Tagsüber stehen die Fächer Navigation, Robotik und Technik auf dem Programm, die von Referenten der Hochschule Rosenheim anschaulich und fachkompetent präsentiert werden.

Insbesondere dürfen die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen selbst Hand anlegen: einen Roboter bauen, den selbst gebauten Roboter programmieren, Mechanik-Modelle bauen, das Gelände mit einem Navigationsgerät erkunden und Geocaches legen, Modelle für den 3D-Drucker planen und durchführen. Aber auch für scheinbar theoretische Themen der Mathematik ist Platz. So werden die Schülerinnen und Schüler mit dem berühmten „Haus vom Nikolaus“ dazu angeregt, über Strecken und Punkte nachzudenken, das in einem Wettbewerb „Wer findet die kürzeste Strecke?“ gipfelte.

Für das „Aha“-Erlebnis sorgt die Erkenntnis, in wie vielen Alltagssituationen man über diese Fragestellung mathematisch nachdenken kann: Planung von Marathon-Stadtläufen, Stromleitungsverlegung, effektive Planung von Dienstreisen. Mathematik ist langweilig? Das Gegenteil wird hier bewiesen.

Neben praktischen Einheiten stehen ebenfalls Vorträge, Rollenspiele und Übungen zur Berufsfindung auf dem Programm.

In Gruppenarbeit lösen die Jugendlichen unter strikter Zeitvorgabe verschiedene Aufgaben: Bau und Präsentation eines Turmmodells, E-Mails nach ihrer Wichtigkeit bearbeiten oder Argumente finden um eine Beschwerde gegen eine Baufirma zu bearbeiten. Im Vordergrund steht bei diesen Übungen, die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen, spontanen Präsentationen und ihren Kommunikationsstrukturen zu konfrontieren um dadurch neue Seiten an sich kennen zu lernen.

Das Bayerische Schullandheimwerk e.V. bietet zusammen mit vielen Partnern wie unter anderem dem Bayerischen Realschullehrerverband (brlv), der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), dem Kultusministerium an acht Standorten in Bayern Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, MINT-Kompetenzen sowie Basisqualifikationen zur beruflichen Orientierung zu erwerben.

Die Kurse befassen sich insbesondere mit den Themen Energie, Wasser Chemie, Faserverbundwerkstoffe, Technik, Mobilität, Robotik und Navigation und stehen alle unter dem Motto „selbstständig experimentieren und forschen“.

Quelle: rosenheim24.de

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