Markus Wunderlich meldet sich zu Wort

"Die Schließung war alternativlos" - Aus für das Romanicum in Raubling

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Markus Wunderlich Geschäftsführer des Romanicum links im Bild
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Raubling - Vor gut einer Woche wurde bekannt, dass das Romanicum zum 31. Januar geschlossen wird. Dies sorgte für viel Aufregung in der Bevölkerung. Nun äußert sich Geschäftsführer Markus Wunderlich exklusiv zur aktuellen Situation. 

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung am 12. Januar bekannt gab, hat die Schließung hauptsächlich wirtschaftliche Gründe. Darin wurde erklärt, dass eine Tagesgastronomie in der Größe des Romanicums nicht mehr kostendeckend zu führen sei. 

Im Interview verrät uns Geschäftsführer Markus Wunderlich nochmals die Gründe für die Schließung und bezieht Stellung zur Thematik. Für viele kam die Schließung des Romanicum sehr überraschend und ohne Ankündigung. 

Auf die Frage wann es zur Entscheidung kam, die Tagesgastronomie dicht zu machen, erklärt Markus Wunderlich: "Dies wurde von uns sehr sehr kurzfristig, Ende Dezember, entschieden und war Bedingung vom Vermieter, damit das Gebäude im April 2018 wieder vermietet werden kann." Was mit der Lokalität genau passieren wird, sei noch unklar. Weiter betont Wunderlich, dass das Romanicum keinen Einfluss auf das Urteil des Vermieters hat. 

Die schwerste Entscheidung im Berufsleben

Die Entscheidung sei in den Augen von Markus Wunderlich wohl die Schwerste gewesen, welche die Leitung in ihrem Geschäftsleben treffen musste.13 Jahre lang war das Romanicum eine feste Größe im Rosenheimer Alltagsleben und wurde weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und angenommen. Als eine der ersten modernen Tagesgastronomie galt man als Vorreiter in dieser Sparte. Aber im Laufe der Zeit haben immer mehr Betriebe diese Form der Gastronomie für sich entdeckt und die Konkurrenz wurde immer größer. 

"Der von uns geplante Umbau der Gastronomie, weg vom immer weniger planbaren und großteils defizitären Tagesgeschäft, hin zur „Veranstaltungsgastronomie“ wäre zwar gastronomisch umsetzbar gewesen, aber nur mit erheblichen finanziellen Aufwand, welcher für uns nicht finanzierbar gewesen wäre. Von Seiten des Vermieters wurde ebenfalls kein weiterer finanzieller Aufwand gewünscht. Somit war eine Schließung leider alternativlos", erläutert Herr Wunderlich. 

Keine weitere Übernahme eines Gastronomiebetriebs geplant

Vorerst sei auch keine weitere Übernahme eines Gastronomiebetriebes in naher Zukunft geplant. "Mit unserem Catering- und Veranstaltungsbetrieb betreuen wir derzeit schon namhafte Unternehmen In der Region wie z.B. das Porschezentrum in Raubling oder BMW Unterberger in Rosenheim. Neben unseren Objekten Eiskeller Aschau und One Bar in Rosenheim sondieren wir derzeit den Markt für Veranstaltungs- und Eventlocations , zum weiteren Ausbau dieser Sparte", ergänzt Markus Wunderlich.

Zum Thema "Gutscheine"

Viele Gäste beschwerten sich im Netz, dass Gutscheine noch bis Mitte Dezember verkauft worden seien. Aber wie bereits oben erwähnt, sei es erst am Ende der Adventszeit zur Entscheidung das Romanicum zu schließen, gekommen, betont Markus Wunderlich. Dennoch könne man alle Gutscheine, die nicht älter als drei Jahre sind, bis zum 28. Januar im Romanicum einlösen. "Des weiteren gelten die Gutscheine für unseren Onlineshop und unsere Kaffeerösterei über den 28. Januar hinaus. So wie ab sofort auch in der One Bar Rosenheim."

Fachkräftemangel in der Gastronomie

Auch reagierten viele Facebook-User etwas irritiert über Aussagen der Geschäftsleitung bezüglich der fehlenden Fachkräfte in der Gastronomie. Hierbei wollte Markus Wunderlich nochmals hervorheben: "Die Lehrstellen sind teilweise nur zu etwa einem Drittel besetzt. Dies ist ein generelles Problem in der Gastronomie. Ebenso sind Arbeitszeiten, Stress, Sonn- und Feiertagsarbeit und die übliche Bezahlung ein generelles Problem in der Gastronomie. Dies wird in vielen Fällen, wie auch bei uns mit der eigenen Familie kompensiert. Arbeitswochen mit mehr als 70 Stunden sind für viele Betreiber keine Seltenheit."

Quelle: rosenheim24.de

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