Skandal in Münchner Seniorenheim

Mit Faust ins Gesicht: Pfleger (30) verprügelt schwerkranken Karl (93)

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Beide Augen blau und die Lippen aufgeplatzt: In diesem erbarmungswürdigen Zustand lag Karl H. (93) am 2. November 2016 in seinem Bett und hatte Schmerzen.
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München - Schlimmer Skandal in einem Seniorenheim im Stadtteil Giesing: Lehrling Martin L. (30) hat den 93-jährigen Karl H. mit der Faust ins Gesicht geschlagen und massiv verletzt. Dafür stand er nun vor Gericht.

Wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen wurde der Pfleger von einem Münchner Gericht nun zu einer achtmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Außerdem bekam er ein zweieinhalbjähriges Berufsverbot auferlegt, wie der Münchner Merkur berichtet. Zuvor hatte der Angeklagte die Tat vier Stunden lang bestritten, ehe er einknickte und doch alles zugab.

Was war passiert? Im November 2016 arbeitete Martin L. in dem Giesinger Seniorenheim, als sich der 93-jährige Karl H., der an Parkinson leidet, nicht duschen lassen wollte. Martin L. wurde wütend, schlug dreimal mit der Faust zu und verletzte den Senior heftig im Gesicht (Prellungen und Blutergüsse). Von dem Vorfall hat er sich nie richtig erholt. Seine Ehefrau Theresie klagte im Merkur: "Meinem Mann geht es schlecht. Er ist sterbenskrank.

Theresie H. beschwerte sich nach dem Vorfall sofort bei der Heimleitung: "Aber da hieß es nur, ich könne nichts beweisen!" Monatelang hieß es, Karl H. sei gestürzt. Doch ein Gutachter widerlegte diese Behauptung nun vor Gericht. 

Wollte das Heim den Fall etwa vertuschen? 

Geschäftsführerin Jasmin S. (53) sagte dem Merkur: "Ich sah, dass der Bewohner was am Auge hatte, aber ich dachte, er hätte sich nur gestoßen." Der Qualitätsmanager hatte angeblich "gar keine Verletzungen wahrgenommen", in der Pflege waren lediglich "drei unruhige Nächte" dokumentiert, so die Zeitung weiter. Die Richterin hatte dazu eine klare Meinung: "Der Bewohner hat zwei blaue Augen - und Sie erstatten keine Anzeige. Da krieg’ ich so einen Hals!"

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Quelle: rosenheim24.de

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