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Prozess vor dem Amtsgericht Wolfratshausen

Hartz IV-Paar feiert Hochzeit mit 70 Gästen - und prellt dann die Zeche

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Egling/Wolfratshausen - Für ein junges Paar aus München führte der schönste Tag im Leben direkt vor Gericht. Der Grund: Das Paar feierte Hochzeit in einem Eglinger Gasthof, doch die Rechnung beim Wirt beglich es nicht.

Eine festliche Hochzeit mit rund 70 Gästen feierte ein Münchner Paar im Sommer 2016 in Egling. Doch auch zwei Jahre danach war die Rechnung bei dem Wirt nicht beglichen, darum musste sich das Paar (ein Staplerfahrer (33) und eine Verkäuferin (29)) nun vor Gericht verantworten, so berichtet unser Partnerportal merkur.de

Die Rechnung war offenbar ein Schock

Zum Zeitpunkt der Hochzeit lebten demnach beide Angeklagten von Hartz IV, nachdem der Mann seine Selbstständigkeit als Bodenleger Ende 2015 hatte aufgeben müssen. Im November 2015 hatte die Angeklagte die Hochzeitsfeier vereinbart, das Menü und Weine festgelegt und weitere Details besprochen. Am 4. Juni 2016 wurde gefeiert. Alles hätte bei der Feier gepasst, so der Angeklagte vor Gericht. Doch bei der Abreise am nächsten Tag hat das Paar dann offenbar der Schock getroffen. Sie erhielten eine Rechnung über exakt 6369,20 Euro. „Wir sind dann nach Hause gefahren“, sagte der Beschuldigte laut merkur.de vor Gericht, „wollten erst mal runterkommen.“ 

Für die Feier habe man 1500 bis 2000 Euro Erspartes beiseite gelegt. „Es war geplant, den Rest mit Geldgeschenken zu bezahlen“, erläuterte der Beschuldigte. Doch dann hatte das Paar überraschend Erfolg bei der Wohnungssuche und Einrichtung für das Zimmer der kleinen Tochter gekauft. Damit war auch das Geld von den Hochzeitsgeschenke aufgebraucht. Alle Mahnungen wurden ignoriert und auch ein Inkasso-Büro hatten keinen Erfolg, das geforderte Geld einzutreiben. Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht einsichtig: „Das war eine Fehlentscheidung. Wir hätten das natürlich bezahlen sollen."

"Keine Luftschlösser bauen"

„Wenn man eine Hochzeit plant, sollte man keine Luftschlösser bauen. Und man muss mit offenen Karten spielen“, belehrte der Richter das Paar auf der Anklagebank, so merkur.de weiter. Der Ehemann wurde zu einer Geldstrafe von 6300 Euro (180 Tagessätze à 35 Euro) verurteilt. Die Ehefrau, die bereits zwei Geldstrafen wegen Diebstahls und Schwarzfahrens hatte, bekam sechs Monate Gefängnis aufgebrummt, die jedoch für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zudem ordnete der Richter die Einziehung des kompletten Rechnungsbetrags an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Felix Kästle/

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