Studenten auf den Barrikaden

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In Bayern protestieren am Dienstag tausende Studenten gegen das Bildungssystem.

München - Vor der Münchner Universität versammelten sich am Morgen mehr als 1000 Studenten zu einem Protestmarsch gegen die Bologna-Reformen und die Studiengebühren. Und nicht nur in München wurde protestiert.

Insgesamt würden bis zu 10.000 Studenten und Schüler bei der Demonstration erwartet, die bis zum Nachmittag durch ganz Schwabing führen soll, sagte eine Sprecherin der Studenten, Sarina Balkhausen.

Einige Dozenten ließen Lehrveranstaltungen am Dienstag ausfallen. Der Audimax der Universität München wurde weiter von mehreren hundert Studenten besetzt gehalten. Die Vorlesungen seien in andere Lehrsäle verlegt worden, sagte Balkhausen. Wer studieren wolle, werde von den Protestierenden nicht daran gehindert.

In der Nürnberger Innenstadt werden 4000 Demonstranten erwartet. Kundgebungen sind auch in sieben weiteren bayerischen Städten geplant - so zum Beispiel in Augsburg, Bayreuth, Coburg und Regensburg.

Die Studenten verlangen unter anderem bessere Lernbedingungen, mehr Mitbestimmung und die Abschaffung der Studiengebühren, berichtet br-online.de.

Im Zentrum der Kritik stehen die Bachelor- und Masterstudiengänge, die im Zuge des sogenannten Bologna-Prozesses eingeführt wurden. Die Studenten fordern ihre Abschaffung in ihrer derzeitigen Form. Außerdem verlangen die Protestierenden bessere Lernbedingungen, mehr Mitbestimmung und die Abschaffung der Studiengebühren. Das Motto lautet “Education is not for sale“ (“Bildung ist unverkäuflich“).

Ein neues Punktesystem, das „European Credit Transfer System“ (ECTS), sollte das ändern: Egal ob Vorlesung, Seminar oder Hausarbeit – je nach Aufwand erhält ein Student dafür eine bestimmte Anzahl von Punkten. 180 davon muss er in der Regel sammeln, um einen ersten, berufsbefähigenden Abschluss zu erhalten, den Bachelor (BA). Ob er diese in Deutschland, Italien oder England erwirbt, sollte künftig keinen Unterschied mehr machen. Ähnlich wie der Euro sollten die „Credit Points“ eine Art gemeinsame europäische Bildungs-Währung werden – so die Theorie.

Quelle: Münchner Merkur

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Quelle: rosenheim24.de

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