Hochschule weiter auf Wachstumskurs:

Köster: "Wir brauchen 40 Prozent mehr Flächen"

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Rosenheim - Rund 1.600 neue Studentinnen und Studenten begrüßte die Hochschule im September zum neuen Semester-Beginn. Mit welchen Wünschen Präsident Heinrich Köster in die Zukunft blickt:

"Die Wirtschaft und die Hochschule bilden in unserer Stadt eine Symbiose", erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Rahmen der vergangenen Stadtratssitzung am Mittwoch. Unter der Maßgabe, sich einen aktuellen Überblick über die derzeitige Situation zu verschaffen und einen Ausblick in Sachen Hochschule zu erhalten, hatte das Gremium im Rosenheimer Rathaus den Präsidenten der Einrichtung, Prof. Heinrich Köster, eingeladen.

Wie soll der Campus gestaltet sein? Was braucht die Hochschule?

"Wo kommen wir her, wo wollen wir hin und warum?" Unter diesem Motto stellte Köster die Vergangenheit der Hochschule kurz dar und gab eine Vorschau auf eine mögliche Variante "Campus 2025". "Es gibt nach wie vor keine andere Hochschule, die in Sachen Holztechnik unsere Größe erreicht", zeigte sich der Präsident stolz. Mit derzeit knapp 6.000 Studierenden, alleine 1.600 Studienanfängern und Erstsemestern Ende September, unterstrich Köster die rasante Entwicklung in den vergangenen Jahren. 30 Studiengänge in 8 Fakultäten stehen den Interessierten mittlerweile zur Auswahl, auch hier Tendenz steigend, so Heinrich Köster weiter.

Doch nicht nur bei den Inhalten will sich die Hochschule künftig weiterentwickeln: Auch infrastrukturell sollen neue Wege beschritten werden. "10 Prozent aller deutschen Chemie-Erzeugnisse kommen aus dem Chemie-Dreieck. Für diese 10 Milliarden Euro wurde in der Vergangenheit relativ wenig getan," so Köster. Mit dem neuen Studiengang "Chemie-Ingenieurwesen" wolle man daher der Industrie entgegenkommen. "Sonst werden die sich andere Regionen suchen", so der Präsident der Hochschule weiter.

Eben dieses Modell, mit mehreren Satelliten-Standorten, die Studierenden über die Region verteilt, in direkter Nachbarschaft zu starken Wirtschaftszweigen, lies Köster sein besonderes Augenmerk zukommen: "Das bedeutet einen echten Mehrwert für die Regionen."

"50 bis 80 Millionen Euro Investment in 10 Jahren"

Doch auch am Standort Rosenheim stünden einige, zwingend notwendige Veränderungen an, so Heinrich Köster. "Derzeit stehen für jeden Studierenden und jede Studierende knapp 7 bis 8 Quadratmeter Platz zur Verfügung. 12 bis 15 waren ursprünglich geplant", so Köster in Bezug auf die Flächen der Hochschule im Rosenheimer Norden. Und weiter: "Das bedeutet, wir brauchen 40 Prozent mehr Flächen, um den derzeit rund 6.000 Studentinnen und Studenten gerecht zu werden." Zudem herrsche bei vielen alten Gebäuden Sanierungsbedarf, vom "großen Defizit beim Thema studentischen Wohnen" ganz zu schweigen.

Zwischen 50 und 80 Millionen Euro dürfte sich das Investitionsvolumen in den nächsten zehn Jahren bewegen, prognostizierte Professor Heinrich Köster. Am Ende einer Kette von Sanierungs- und Baumaßnahmen stehe dann jedoch ein "abgerundeter Campus mit internationalen Elementen", erklärt der Präsident. So würde die Hochschule nach dieser Vision nicht nur im südlichen Bereich wachsen. Auch die sogenannte Boden-Siedlung würde dann einem "Technologie-Zentrum" weichen müssen. Das Ministerium habe bereits "grünes Licht" für den errechneten Flächenbedarf gegeben. Köster spekuliert dann mit einer Studentenzahl von 8.000 bis 9.000 jungen Menschen, die Satelliten-Standorte in der "Region 18", mit eingerechnet.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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