Vier Verletzte in Polling

Erhöhte CO-Konzentration: War ein Defekt an Kamin oder Heizung die Ursache? 

Polling - Am Montagnachmittag, 18. November, kam es gegen 13 Uhr zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. Vier Personen wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht. 

Update, 8.58 Uhr: Erste Aussagen zu Ursache bekannt

Pressemeldung im Wortlaut:


Vier Personen wurden am Montag, 18. November 2019, von der Feuerwehr aus einem Einfamilienhaus in Polling gerettet und mit Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Nach erster Einschätzung des Rettungsdienstes besteht bei den Verletzten glücklicherweise keine Lebensgefahr. Die Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn übernahm die Untersuchungen in dem Fall. 

Gegen 12.20 Uhr wurde am Montagmittag von der Integrierten Leitstelle (ILS) die Meldung über einen Einsatz mit verletzten Personen an die Polizeieinsatzzentrale weitergegeben. Beim Eintreffen der ersten Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Mühldorf waren von den Helfern der eingesetzten Feuerwehren aus Mühldorf, Polling, Teising und Tüßling bereits vier Personen aus dem Einfamilienhaus in der Rottstraße in Polling gerettet worden. Zwei 69 und 45 Jahre alte Frauen kamen mit Rettungshubschraubern in Kliniken in der Region, zwei Männer (49 und 73) wurden per Rettungsfahrzeugen ebenfalls in Krankenhäuser gebracht. Bei den Verletzten besteht der Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, die nach Einschätzung des Rettungsdienstes bei allen Personen zum Glück aber nicht akut lebensbedrohlich zu sein scheint. 


Die Untersuchungen zur Ursache wurden von der Kriminalpolizei Mühldorf übernommen. Den bisherigen Ermittlungen der Beamten und Messungen der Feuerwehr zufolge, kam es in dem Anwesen zu einer erhöhten, gefährlichen Konzentration von Kohlenmonoxid. Das unsichtbare, farb- und geruchslose Gas kann zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und bis hin zum Tod führen. Ein Defekt an der Heizungsanlage im Keller des Hauses oder am Kamin dürfte zu dem Unfall geführt haben. Um dies zu bestätigen sind aber noch weitere Untersuchungen der Kripo in den kommenden Tagen notwendig. Dabei wird auch ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamts beteiligt sein.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, Dienstag (19. November) 6.33 Uhr: Erhöhte CO-Konzentration

Vier Personen wurden am Montag verletzt aus einem Gebäude in der Rottstraße gerettet. Sie schweben nicht mehr in Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Rosenheimer Einsatzzentrale am Montag gegenüber innsalzach24.de berichtete. 

Wie die Teisinger Feuerwehr auf ihrer Homepage berichtet, wurde eine erhöhte CO-Gas-Konzentration in einem Gebäude gemessen. Die Räumlichkeiten seien von Atemschutztrupps aus Mühldorf, Polling, Tüßling und Teising freigemessen und belüftet. Fast drei Stunden waren die Floriansjünger im Einsatz. 

Bereits zu Beginn des Einsatzes äußerte Polizeisprecher Stefan Sonntag die Vermutung, dass Gasaustritt ursächlich für den Einsatz sein könnte.

Update, 17.03 Uhr: Personen außer Lebensgefahr

Weiterhin gibt es keine neuen Erkenntnisse wegen des Einsatzes der Rettungskräfte in Polling. "Die Ermittlungen laufen weiterhin", erklärte ein Sprecher der Polizeieinsatzzentrale in Rosenheim gegenüber innsalzach24.de. Mehr könne er aktuell nicht sagen, allerdings "befinden sich die verletzten Personen nicht mehr in Lebensgefahr", ergänzte der Sprecher. 

Weiterhin unklar ist, wodurch die Personen verletzt wurden, bzw. um welche Verletzungen es sich hier handelt. 

Update, 15.12 Uhr: Kripo hinzugezogen

Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber innsalzach24.de mitteilte, werde nun die Kriminalpolizei zu den Ermittlungen hinzugezogen.

Erstmeldung, Montag, 18. November, 13.30 Uhr:

In Polling wurden vier Personen aus einem Einfamilienhaus gerettet und verletzt in verschiedene Krankenhaus gebracht. Darüber informierte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage von innsalzach24.de.

Nach Einschätzungen der Einsatzkräfte von vor Ort, seien die Personen vermutlich nicht lebensgefährlich verletzt worden.

Der Grund für den Einsatz ist derzeit noch nicht bekannt, es gibt nur die Vermutung, dass es einen Zusammenhang mit einem Gasaustritt oder einer Gasleitung geben könnte. 

*Näheres wird nachberichtet*

ics

Quelle: innsalzach24.de

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