Erster Polizist für Afghanistan-Einsatz ausgezeichnet

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zeichnete den ersten bayerischen Polizist für seinen Afghanistan-Einsatz aus.

München - Es war ein Dankeschön für den Einsatz in Afghanistan: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ehrte in München den ersten bayerischen Polizisten - mit der Afghanistan-Spange.

Der Nürnberger Polizeiausbilder Stefan Thiele ist als erster bayerischer Beamter für seinen insgesamt 18-monatigen Einsatz in Afghanistan geehrt worden. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) überreichte dem Polizeioberrat die Afghanistan-Spange am Dienstag im Münchner Innenministerium. “Sie gehören zu den exzellenten Botschaftern unseres Landes“, sagte Herrmann.

Thiele war kurz vor Weihnachten von seinem zweiten Afghanistan-Einsatz zurückgekehrt. Er hatte in Masar-i-Scharif als Chef der dortigen Außenstelle die Ausbildung afghanischer Polizisten geleitet - unter schwierigen Bedingungen mit minimaler Bewegungsfreiheit. Untergebracht sind die deutschen Polizisten dort im Bundeswehr-Lager Marmal - nur 800 Meter von der Polizeischule entfernt.

Doch ist die Gefahr von Anschlägen so groß, dass die Polizisten die 800 Meter im gepanzerten Fahrzeug zurücklegen. Da inzwischen genug afghanische Polizisten ausgebildet seien, träten die deutschen Beamten jetzt “in die zweite Reihe zurück“, sagte Thiele. Ziel ist es, die Ausbildung der afghanischen Polizei selbst zu übergeben. Von den deutschen Beamten ausgebildet würden jetzt noch die Unteroffiziere. “Wir gehen von der Quantität in die Qualität“, sagte Thiele dazu.

Innenminister Herrmann übernahm außerdem für Bayern die Schirmherrschaft über den Verein “Lachen Helfen“, eine gemeinnützige Initiative von Bundeswehr-Soldaten und Polizisten für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten wie Afghanistan.

dpa

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