Insgesamt 300 Flüge ausgefallen

Chaos am Münchener Flughafen - große Probleme für 30.000 gestrandete Passagiere

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München - Eine Sicherheitspanne löste am Samstag ein Mega-Chaos auf dem Münchner Flughafen aus. Noch immer läuft nicht alles normal

Update, 13.22 Uhr: Pressemitteilung Flughafen München

Nach der Sperrung von Terminal 2 am Samstagvormittag am Münchner Flughafen, die durch bundespolizeiliche Maßnahmen ausgelöst worden war, läuft der Flugbetrieb abgesehen von einzelnen Annullierungen und Verspätungen heute wieder weitgehend nach Plan. Allerdings kommt es im Terminal 2 noch zu längeren Wartezeiten an den Umbuchungs- und Serviceschaltern.

Der Flughafen München und Lufthansa (lufthansa.com) bitten alle Gäste, sich vor der Anreise zum Airport über den Status ihres Fluges auf der Internetseite ihrer Fluggesellschaft zu informieren und entsprechend mehr Wartezeit am Airport einzuplanen.

Samstag mussten wegen der Sperrung insgesamt rund 300 Flüge annulliert werden. Davon waren über 30.000 Fluggäste betroffen.

Pressemitteilung Flughafen München

Update, Sonntag 11 Uhr: 300 Flüge annulliert

Nach der Sicherheitspanne am Münchner Flughafen läuft noch immer nicht alles rund. Zwar hat sich inzwischen der Flugbetrieb weitgehend normalisiert, für die gestrandeten Passagiere läuft es jedoch alles andere als normal.

300 Flüge wurden seit Samstagmorgen annuliert, tausende Fluggäste sind gestrandet und haben ganz schöne Strapazen hinter sich. Viele haben im Terminal auf extra aufgestellten Feldbetten übernachtet und warten auf ihre Umbuchung. Diese gestalte sich jedoch äußerst schwierig, so ein Flughafensprecher gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Das Problem sei, dass auch die Flüge heute in der Hauptferienzeit meist ausgebucht seien und daher fehle es bei vielen Airlines an Platzkapazitäten, um die zusätzlichen Passagiere aufzunehmen.

Bei den gestrandeten Passagieren machte sich inzwischen auch Unmut über die schlechte Organisation am Flughafen breit. "Seit 17 Stunden am Flughafen München, 1 x 5E Gutschein und Kekse, nennt sich das Verpflegung?" ist auf Twitter zu lesen. Und weiter: "Nachdem sie alle mit Lautsprechern geweckt haben, verdrücken sich die Mitarbeiter, 5 Uhr geht es weiter." Ein anderer beschwerte sich über die mangelnde Leistung der Klimaanlage: "Keine Getränke und eine überlastete Klimaanlage. Shame on you, "bester Flughafen Europas". Ihr könnt ja nicht einmal Sicherheitskontrolle oder Passagierinformation."

Update, 22.10 Uhr - individuelle Versäumnis als Ursache

Eine Sicherheitspanne soll Auslöser für das Chaos am Münchener Flughafen gewesen sein. Dies hat die Regierung von Oberbayern in einer Mitteilung bekanntgegeben. Die Regierung von Oberbayern ist zuständig für das Sicherheitspersonal am Flughafen.

Demnach hat sich der Vorfall wie folgt abgespielt: Im Handgepäck der Reisenden haben sich nicht ordentlich verpackte Flüssigkeiten befunden. Daraufhin ist die Frau aus dem Sicherheitsbereich geschickt worden, um sich einen der vorgeschriebenen Plastikbeutel zu besorgen.

Auf Videoaufnahmen soll zu sehen sein, wie die Frau wenig später ohne das beanstandete Gepäckstück zur Sicherheitskontrolle zurückgekehrt ist und eine noch nicht einsatzbereite Kontrollstelle passiert hat.

Im Anschluss an diesen Moment hätte das Sicherheitspersonal unverzüglich Alarm auslösen müssen. So ist es vorgeschrieben. Da dies ausgeblieben ist, konnte die Frau ohne weitere Kontrolle entwischen und musste aufwendig gesucht werden.

Die Regierung von Oberbayern spricht von einem individuellen Versäumnis des Sicherheitspersonals, dessen konkrete Umstände nun detailliert geklärt werden sollen. Denn offenbar ist es der Frau aufgrund der verzögerten Reaktion des Sicherheitspersonals auch gelungen, an den hinter der Kontrollstelle postierten Bundespolizisten vorbeizuschlüpfen.

Daraufhin ist Großalarm ausgelöst und stundenlang nach der Frau gesucht worden, bis diese am Abend schließlich gefunden worden ist. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sie das

Chaos unabsichtlich ausgelöst

hat, wie Bundespolizei-Sprecher Christian Köglmeier gegenüber tz.de erklärt. Die 40-Jährige bleibt auf freiem Fuß, da es

"aus bundespolizeilicher Sicht für uns keinen Anlass gibt, gegen die Frau vorzugehen"

.

Ob sie sich für das entstandene Chaos verantworten muss, wird das zuständige Luftamt Südbayern entscheiden, das der Regierung von Oberbayern unterstellt ist, heißt es weiter.

Update, 18 Uhr - Pressemitteilung der Flughafen München GmbH

Durch die am Vormittag erfolgte Sperrung von Terminal 2 am Flughafen München, die durch bundespolizeiliche Maßnahmen ausgelöst worden war, sind zahlreiche Fluggäste vorübergehend am Airport gestrandet. Aufgrund der Sperrung mussten insgesamt rund 200 Flüge annulliert werden.

Es wird auch am Sonntag aufgrund dieses Vorfalls im Terminal 2 des Münchener Flughafens noch zu Unregelmäßigkeiten beziehungsweise Flugausfällen kommen. Die Flughafen München GmbH rät Passagieren, sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Die Flughafen München GmbH (FMG) und die Lufthansa haben angesichts der heißen Temperaturen zahlreiche Maßnahmen zur Versorgung der Fluggäste durchgeführt:

  • Alle Türen im öffentlichen Bereich von Terminal 2 wurden auf den Ankunfts- und Abflugebenen geöffnet, um für zusätzliche Frischluft zu sorgen.
  • Die Frischluftzufuhr von Terminal 2 wurde zudem über die Leitwarte auf einen Maximalwert erhöht.
  • Zudem bläst die Flughafenfeuerwehr über sogenannte Großlüfter zusätzliche Luft in das Abfertigungsgebäude.
  • Darüber hinaus wurde neben dem Terminal 2 ein Zelt aufgebaut, in dem die Passagiere mit Getränken versorgt werden.
  • Medizinisches Personal ist bei Bedarf vor Ort.
  • FMG und Lufthansa haben zusätzliches Personal zum Airport beordert.
  • Passagiere, deren Flug annulliert wurde, werden von der Airlines umgebucht.
  • Fluggäste mit Tickets auf innerdeutschen Flügen können auf die Deutsche Bahn AG ausweichen.

Pressemitteilung der Flughafen München GmbH

Update, 17.40 Uhr - Frau gefunden und identifiziert

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, ist die Frau, die am Samstag für Chaos am Münchener Flughafen gesorgt hat, mittlerweile identifiziert und von der Polizei gefunden worden. Laut einem Flughafenmitarbeiter, der von tz.de zitiert wird, sind am Samstag 200 Flüge gestrichen worden. Sechzig Maschinen sind mit zum Teil großer Verspätung abgeflogen.

Update 13.19 Uhr - 40-Jährige noch immer nicht gefunden

Seit kurz vor 12 Uhr sind alle Sicherheitsbereiche des Münchener Flughafens wieder freigegeben, teilt die Bundespolizei via Twitter mit. 

Das Terminal 2 am Münchener Flughafen ist am Samstagmorgen, dem Sommerferienbeginn in Bayern, teilweise geräumt worden. Eine Frau sei unkontrolliert in den Sicherheitsbereich der Halle eingedrungen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Nach ihr wird noch gefahndet

Die Lage am Flughafen war über Stunden unübersichtlich. Für zahlreiche Passagiere verzögerte sich die Reise in den Urlaub deutlich. Bis zum Mittag konnte die Frau nicht gefunden werden.

Zahlreiche Flüge fielen aus oder verspäteten sich. Bis zum Mittag konnte ein Sprecher des Flughafens keine Zahlen dazu nennen. Per Durchsagen informierten die Betreiber die Passagiere, dass bis 14 Uhr der Flugbetrieb von den betroffenen Terminals wieder aufgenommen werden sollte.

Update 10.45 Uhr - Terminal wieder freigegeben

Wie die Münchener Bundespolizei auf Twitter mitteilt, konnte gegen 10.30 Uhr das Terminal 2 wieder freigegeben werden. Intra-Schengen-Flüge seien in Kürze wieder möglich.

Offenbar war eine Frau an der Sicherheitskontrolle aufgehalten worden, weil sie die Flüssigkeiten im Handgepäck nicht richtig verpackt hatte. Nachdem sie sich einen Plastikbeutel besorgte, kam sie zurück und nutzte eine Sicherheitsschleuse, die noch nicht ausreichend besetzt war. Dies berichtet nun der Bayerische Rundfunk.

Das Personal reagierte offenbar verzögert, weshalb die etwa 40-Jährige auch an einem Bundespolizisten vorbeigehen konnte - Großalarm wurde ausgelöst.

Der Einsatz sorgt noch immer für zahlreiche Verspätungen, einige Flüge mussten sogar annulliert werden. Tausende starten an diesem Wochenende zu Beginn der sechswöchigen Sommerferien in den Urlaub. Traditionell gehören diese Tage zu den verkehrsreichsten an Deutschlands zweitgrößtem Flughafen.

Die Flughafen München GmbH rät Passagieren, sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren.

Erstmeldung

Am ersten Ferientag in Bayern sorgt ein Polizeieinsatz am Münchener Flughafen für Verspätungen, Chaos und Frust bei Reisenden. Wie die Bundespolizei auf Twitter mitteilt, gelangte eine Person unkontrolliert in den Sicherheitsbereich

Infolgedessen musste das komplette Terminal 2 geräumt werden. Es wird nach der Person und verdächtigen Gegenständen gesucht. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte, blieb zunächst unklar. Eine extreme Gefährdung sei jedoch nach ersten Erkenntnissen unwahrscheinlich.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord auf Nachfrage unseres Partnerportals tz.de mitteilt, laufe der Einsatz seit 6.30 Uhr und erfordere einen Abfertigungsstopp in Terminal 2. Die Polizei bittet Reisende um Geduld und Verständnis, die Sicherheit gehe vor. Zahlreiche Flüge sind derzeit verspätet.

mh mit Material der dpa

Quelle: rosenheim24.de

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