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Beamte im Dauer-Stress

Polizei verzweifelt an Fake-Notrufen und warnt: Das kommt Sie richtig teuer

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Die Polizei warnt vor Fake-Notrufen, die für den Anrufer richtig teuer werden können.

Ein Mann wählt den Notruf und behauptet, dass sein Nachbar eine Bombe zünden will. Die Polizei rückt aus - und staunt nicht schlecht. Leider bei Weitem kein Einzelfall.

Freilassing/Prien am Chiemsee - Bei der Polizei Freilassing geht ein Notruf ein: Ein Mann behauptet, dass sein Nachbar auf dem Balkon steht und damit droht, eine Bombe zu zünden. Schnell sind die Einsatzkräfte mit fünf Streifenwagen vor Ort und gehen in Position, Feuerwehr und Rettungsdienst rücken aus.

Doch dann wird den Polizeibeamten klar, dass irgendetwas nicht stimmt. Von dem Mann, der den Notruf gewählt hat, fehlt jede Spur. Dafür treffen sie auf den angeblichen Bombendroher - und der wundert sich, noch im Halbschlaf, über das Polizei-Großaufgebot vor seiner Haustür. 

Schnell fällt der Verdacht auf einen anderen Hausbewohner. Die Polizei konfrontiert den Mann mit ihrem Verdacht und wählt die Telefonnummer des Notrufgebers - und es klingelt in der Hosentasche des Verdächtigen. Da hilft dem Mann auch alles Leugnen nichts mehr: Für diesen Scherz muss er die Einsatzkosten in Höhe von 500 Euro zahlen.

Auch Rettungsdienste und Feuerwehren lassen sich Fake-Einsätze bezahlen

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei Oberbayern Süd eindringlich davor, den Notruf für sogenannte Fake-Einsätze zu missbrauchen: 

„Wenn außergewöhnliche Einsatzmittel wie Hubschrauber, besonderes Gerät oder Spezialkräfte eingesetzt werden, dann kann eine Rechnung schnell einen 5-stelligen Betrag ausweisen.“ 

Hinzu kämen Bußgelder und Strafzahlungen. Und auch Rettungsdienste und Feuerwehren können sich Fake-Einsätze über die zuständige Kommunalbehörde berechnen lassen. 

Lesen Sie hier, wie schlimm Feuerwehrmänner von den Bildern mancher Einsätze traumatisiert sind.*

Mann muss 1000 Euro wegen Spielzeugpistole zahlen

Wie teuer so ein Fake-Einsatz schnell werden kann, erfuhr ein Mann aus Prien am eigenen Leib. Der saß als Beifahrer in einem Auto - und hielt es für lustig, beim Überholen eine Spielzeugpistole aus dem offenen Fenster zu halten.

Die Insassen des anderen Wagens hielten die Spielzeugpistole für eine echte Waffe. Aus Angst um ihr Leben informierten sie die Polizei. Die Folge: Neun Polizeifahrzeuge waren im Einsatz, um den potentiellen Gefährder zu stoppen. Der junge Mann musste für diesen Fake-Einsatz knapp 1000 Euro zahlen.

„Es ist äußerst unangenehm, wenn man selbst dringend auf Hilfe angewiesen ist und warten muss, weil unsere Kollegen bei vorgetäuschten Notlagen oder Vorfällen gebunden sind“, 

erklärt die Polizei Oberbayern Süd. Darum werden sie auch in Zukunft solche Fake-Einsätze in Rechnung stellen.

Dieses Drama im TV sorgte für einen Polizei-Einsatz in Ansbach.

Lesen Sie hier, wie die Autobahn die Feuerwehren Weyarn und Irschenberg an ihre Grenzen bringt.*

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

sh

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