Polizei und Staatsschutz ermitteln in Nußdorf

Lauter Knall: Brandanschlag auf Asylbewerber-Unterkunft?

Nußdorf am Inn - Am Samstagabend warf ein bislang unbekannter Täter einen brandsatzähnlichen Gegenstand gegen die Außenmauer einer Asylbewerberunterkunft. Die Kripo ermittelt nun mit Hochdruck:

Am Samstagabend, gegen 22 Uhr, hörte eine Bewohnerin einer Asylbewerberunterkunft im Hochriesweg in Nußdorf einen lauten Knall. Aus dem Fenster blickend entdeckte sie ein kleines Feuer an der Außenfassade der Unterkunft und rief sofort die Feuerwehr. Noch bevor Feuerwehr und Polizei eintrafen, erlosch das Feuer von selbst. 

Umgehend begann der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim mit den Ermittlungen und stellte fest, dass ein oder mehrere unbekannte Täter ein Behältnis mit brennbarer Flüssigkeit gegen die Fassade der Asylbewerberunterkunft geworfen haben mussten. Die in Brand gesetzte Flüssigkeit erlosch jedoch, ohne Sachschaden zu verursachen. Da die Polizei von einer politisch motivierten Tat ausgeht, übernahm die weiteren Ermittlungen das Kommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Rosenheim. 

Polizei sucht Zeugen

Bei einer durchgeführten Anwohnerbefragung rund um die Unterkunft stießen die Ermittler ausschließlich auf Nachbarn, die von einem sehr guten Verhältnis mit den untergebrachten Asylbewerbern berichteten und dem Vorfall mit Verständnislosigkeit und teils Entsetzen begegneten. Die Kripo bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen können, sich mit der Polizei unter 08031/200-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Polizeipräsidium Oberbayern Süd/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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