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Neuner: Zaubert sie Olympia aus dem Hut?

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Magdalena Neuner kämpft am Mittwoch für München

Lausanne - Viele Insider sagen: Dieser Mittwoch ist der wichtigste Tag vor der Olympia-Entscheidung, jetzt bilden sich die IOC-Leute ihre Meinung. Was genau passiert da?

Die Olympia-Uhr: Sie tickt. Am Dienstag am Münchner Hauptbahnhof haben sie den Countdown gestartet – hier zählt jetzt eine überdimensionale Uhr die letzten 50 Tage bis zur Vergabe der Winterspiele 2018 runter. München? Peyongchang? Annecy? Am 6. Juli wissen wir mehr – dann ist ja die entscheidende Wahl bei der Versammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Durban. Wobei: Die Weichen werden eigentlich schon früher gestellt. Nämlich: am Mittwoch!

In Lausanne am Genfer See findet das so genannte „technische Briefing“ statt. Rund 90 IOC-Mitglieder sind dabei – um sich die Vorträge der drei Olympiabewerber anzuhören und anschließend Fragen zu stellen. Viele Insider sagen: Das ist der wichtigste Tag vor der Olympia-Entscheidung, jetzt bilden sich die IOC-Leute ihre Meinung. Was genau passiert da? Die tz erklärt’s:

Der Terminplan: Dienstag Mittag war die Generalprobe (gut gelaufen), am Mittwoch in der Früh wird’s ernst. Von 9.15 bis 10 Uhr stellt München sein Konzept vor. Danach ist eine Dreiviertelstunde für eine Fragerunde vorgesehen, bei der die IOC-Mitglieder sich nach allen Details erkundigen können. Ab 11.15 Uhr ist nach dem gleichen Schema Annecy dran, ab 14.15 Uhr dann Pyeongchang. Morgen gibt’s eine Art kleine Messe, bei der jede Bewerberstadt einen eigenen Raum hat. Da kann man unter anderem Modelle und Videofilme zeigen, die IOC-Mitglieder können sich so noch tiefere Einblicke verschaffen.

Das Personal: Insgesamt neun Leute werden am Mittwoch für München auf dem Podium sitzen. Darunter: DOSB-Chef Thomas Bach, Bewerbungsboss Bernhard Schwank und Innenminister Hans-Peter Friedrich. 45 Minuten durch neun Leute ergäbe theoretisch fünf Minuten Redezeit pro Mann. Aber: Es gibt da Unterschiede. Es heißt ja ausdrücklich „technische Präsentation“ – deshalb werden die nüchtern-faktischen Teile (unter anderem vorgetragen von Schwank) wohl mehr Raum bekommen. Trotzdem kommt auch die Emotion nicht zu kurz. Dafür ist Bewerbungs-Frontfrau Katarina Witt da. Und: Auch Biathlon-Star Magdalena Neuner wird sprechen – wird zeigen, wie tief verwurzelt der Wintersport in Bayern ist. Bach: „Ich freue mich sehr, dass sie in Lausanne dabei ist, weil sie durch ihre Glaubwürdigkeit eine wichtige Botschafterin der Bewerbung ist.“

Was ist wirklich wichtig? Klar, dass alles sitzt. Dass die Präsentation nicht bloß fehlerlos-sauber ist, sondern obendrauf auch noch das gewisse Extra hat. Diese Begeisterung, diesen Zauber (Witt, Neuner), der uns am Ende die Spiele bescheren könnte. Übrigens: Man wird schnell einen ersten Eindruck bekommen, wie die Präsentation gewirkt hat – nämlich bei der Fragerunde. Es wird spannend sein zu beobachten, wer welche Frage stellt. Nicht bloß, weil das zeigt, ob man Punkte im Unklaren gelassen hat – sondern auch, weil’s ein Stimmungsbild gibt. 

Uli Heichele/tz

Quelle: rosenheim24.de

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