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Stadtrat Neumarkt-Sankt Veit stimmt Sanierungskonzept zu

Die alte Schmiede und Bahnhofstraße 1: Das sind die Pläne

Das Gebäude an der Bahnhofstraße 1 (links) und die alte Schmiede (rechts) sollen den Eingangsbereich zum Stadtplatz in Zukunft aufwerten.
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Das Gebäude an der Bahnhofstraße 1 (links) und die alte Schmiede (rechts) sollen den Eingangsbereich zum Stadtplatz in Zukunft aufwerten.

Neumarkt St. Veit – Die alte Schmiede und das Gebäude an der Bahnhofstraße 1 sollen saniert werden. In der jüngsten Stadtratssitzung stimmte das Gremium dem Sanierungs- und Nutzungskonzept beider Gebäude zu. Offen ist jedoch noch, wie die Gebäude genau genutzt werden sollen.

Beide Gebäude erwarb die Stadt im Jahr 2017. Besonders beim Gebäude an der Bahnhofstraße 1 war lange nicht klar, wie es weitergeht. Die Stadt wollte einen Abriss und einen Neubau erreichen. „Doch ein Abriss ist nicht möglich“, berichtete Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) und verwies dabei auf die Entscheidung des Bayerischen Denkmalamts. Nun hat die Planungsgemeinschaft Göbel + Partner im Auftrag der Stadt ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet und dem Gremium vorgestellt.

Planungsbüro: "Eine Ruine"

Das ehemalige Lagergebäude an der Bahnhofstraße, entstand Ende des 17. Jahrhunderts, gleiche laut dem Büro einer Ruine. Im Innenbereich seien über 100 Baustützen aufgestellt. Auch beim Dach bestehe Einsturzgefahr. Doch das Gebäude beinhalte 15 Prozent historischer Bausubstanz und dürfe deswegen nicht abgerissen werden.

Die wichtigste Veränderung dürfte die Verschiebung des Gebäudes um 1,50 Meter nach Westen sein. Dadurch würden die Passagen zum Stadttor wegfallen. Nach derzeitigem Stand ist sogar ein Zugang zum Turm möglich. Demnach sehe der aktuelle Plan vor, das Erd- und Dachgeschoss neu zu machen, das Obergeschoss dagegen muss erhalten bleiben. Das Erdgeschoss könnte für die Stadt genutzt werden, oben könnten zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen entstehen.

Ohne Passagen und 1,5 Meter nach Westen versetzt. so könnte das Gebäude an der Bahnhofsstraße in Zukunft aussehen.

„Das ist eine Fassung, mit der wir arbeiten können. Das ist eine sinnvolle Lösung. Auch das Bayerische Denkmalamt ist mit diesen Vorstellungen einverstanden“, erklärt Baumgartner. Es sei auf jeden Fall eine größere Baumaßnahme. Für die Nutzung könnten die Räumlichkeiten eventuell für die Vereine genutzt werden. Wie hoch eine mögliche Förderung ist, könne man erst bei der konkreten Planung abschätzen. Mit einer Gegenstimme hat der Stadtrat entschieden, diese Planung weiterzuverfolgen.

Die alte Schmiede und Bahnhofstraße 1 in Neumarkt-Sankt Veit

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Alte Schmiede ein wertvolles Baudenkmal

Einstimmig fiel die Entscheidung bei der alten Schmiede aus. Diese ist laut dem Planungsbüro ein wertvolles Baudenkmal. Bei diesem Gebäude soll das Haupthaus wieder in die ursprüngliche Form gebracht werden. Beispielweise gab es früher an der Straße kein Schaufenster. Das verbaute Holz befinde sich zudem größtenteils in einem relativ guten Zustand und könnte repariert werden.

Das Erdgeschoss möchte die Stadt für eigene Zwecke nutzen. Dafür gebe es noch keine festen Ideen. Baumgartner sprach dabei von einem Archiv oder einer Hochzeitsschmiede: „Wichtig ist es aber jetzt, den Bestand zu sichern. Danach braucht es den Input für die Nutzung“. Christian Perau (UWG) plädierte dabei für eine Einbindung der Bevölkerung.

Darüber sollen drei Wohnungen entstehen. Auf Nachfrage von Ludwig Spirkl (SPD) könnten laut dem Planungsbüro auch weniger, dafür größere Wohnungen integriert werden. Zusammen mit dem Gebäude an der Bahnhofstraße soll die alte Schmiede, den sogenannten Vormarkt qualitativ aufwerten, als Eingangsbereich zum Stadtplatz. „Wenn es so kommt, ist das wirklich ein Eyecatcher“, glaubt Baumgartner.

Umfrage

Diskussionen um Anbau

Diskussionen gab es bezüglich des Anbaus. Perau fände die alte Schmiede ohne diesen, der historisch nicht wertvoll ist, schöner. Das Planungsbüro sprach sich aber für diesen Anbau aus, da dort das Treppenhaus für die Wohnungen eingeplant seien und die Nutzfläche sonst deutlich geringer ausfallen werde. Zudem glaube das Büro, dass das Denkmalamt den Abriss nicht zustimmen werden. Dennoch werde diesbezüglich nochmal nachgefragt. Wolfgang Hobmeier (CSU) hätte mit dem Anbau kein Problem. „Die Bürger sind diesen Anblick gewohnt“.

Nun werden die weiteren Planungsschritte zur Erstellung eines Entwurfs mit dazugehöriger Kostenschätzung in Auftrag gegeben. Zudem kann nun die Abstimmung mit der Städtebauförderung sowie dem Landesamt für Denkmalpflege erfolgen.

Unterdessen wird im September 2020 auch am Stadtplatz 33 ein neues Bekleidungsgeschäft eröffnen. Cornelia Marchner erfüllt sich damit einen Traum.

Es bietet ein besonderes Angebot: Brautmoden in Übergrößen.

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