Neuer Hausarztvertrag kommt Schwerkranken entgegen

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Ein neuer Vertrag zwischen Betriebskrankenkassen und Hausärzteverband soll Älteren und chronisch Kranken entgegen kommen.

München - Der Bayerische Hausärzteverband und die Betriebskrankenkassen haben einen neuen Hausarztvertrag geschlossen. Besonders Ältere und chronisch Kranke sollen davon profitieren.

Ältere, chronisch Kranke und Schwerkranke sollen ab 1. April vom neuen Vertrag zwischen Hausärzteverband und Betriebskrankenkassen profitieren. Das teilten BKK und BHÄV am Freitag in München mit. Knapp 5300 Hausärzte nehmen an dem Vertrag teil.

Die Behandlung schwerkranker Patienten sowie Hausbesuche werden mit dem Vertrag besser bezahlt. Das helfe, “die hausärztliche Versorgung in Stadt und Land langfristig zu sichern“, sagte der BHÄV-Vorsitzende Dieter Geis. Der Vertrag sei ein Signal an junge Ärzte, sich als Hausarzt niederzulassen - ein wichtiger Schritt gegen einen befürchteten Ärztemangel. Jeder vierte Hausarzt sei bereits über 60 Jahre alt. Laut Ärzteverband kann der Vertrag sogar Geld sparen, da er die Prävention und eine Betreuung Zuhause stärke. BKK-Landesvorstand Sigrid König sagte, die Versicherten würden “optimal hausärztlich versorgt, aber finanziell nicht über Gebühr belastet“.

Rund 2,4 Millionen Menschen sind in Bayern in Betriebskrankenkassen versichert, das ist rund ein Viertel aller gesetzlich Versicherten im Freistaat. Hausarztverträge hat der BHÄV außerdem mit der Techniker-Krankenkasse (TK), der Innungskrankenkasse (IKK) und den Landwirtschaftlichen Krankenkassen geschlossen. Mit dem bayernweit größten Versicherer AOK Bayern läuft ebenso wie mit den Ersatzkassen ein Schiedsverfahren. Die Verhandlungen waren im vergangenen Jahr gescheitert.

lby

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