Schiene als Kopfkissen: Schüler rettet Besoffenen

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Der Lebensretter: Florian Schmidt
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Neubiberg - Wenn der 17-jährige Florian am vergangenen Dienstag nicht sofort reagiert hätte, wäre ein Betrunkener (21) wohl nun tot! Die dramatische Geschichte:

Florian Schmidt spielte am 10. März mit seiner Freundin auf einem Bolzplatz Fußball. Ganz in der Nähe ist ein Bahnübergang. Alle 20 Minuten fahren die Züge der S7 darüber in Richtung Innenstadt, sowie in die andere Richtung zur Kreuzstraße.

Als die beiden gegen 18.30 Uhr aufbrechen, entdeckt Florian plötzlich am Bahnübergang einen liegenden Mann (21). Der Betrunkene liegt mit dem Hals auf einem S-Bahn-Gleis - als wäre es ein Kopfkissen! Wenn ein Zug in diesem Moment angerauscht gekommen wäre, hätte der berauschte Mann wohl seinen Kopf verloren!

"Geh runter, geh runter", schreit Florian laut BILD. Der Mann reagiert nicht, da zieht er ihn aus der Gefahrenzone. Als der Sturzbetrunkene zu sich kommt stammelt er: "Wo bin ich?".

Der völlig orientierungslose Mann reagiert danach sogar aggressiv und läuft davon. Die von Florian Schmidt gerufene Polizei kann ihn wenig später in einem nahegelegenen Waldstück finden - mit zwei Promille im Blut! Eine Suizidabsicht lag nach Ansicht der Polizei nicht vor, der junge Mann war nur so betrunken, dass er völlig benebelt war.

Der Held von Neubiberg

Nun wurde der Lebensretter von der Münchner Polizei für seine Zivilcourage geehrt. Laut Abendzeitung hat sich der Betrunkene auch nach seinem Rausch noch nicht bei seinem Lebensretter bedankt. Florian sagte der Zeitung zu seinem heldenhaften Einsatz: „Das war doch keine große Sache. Das ist doch völlig normal.“

mg/ro24  

Quelle: rosenheim24.de

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