"Nanga Parbat"-Film schockiert Zeitzeugen

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Anderl Mannhardt kritisiert den Vilsmaier-Fim "Nanga Parbart"

Chieming - "Skandalös!" So lautet das Urteil von Rosenheimer Bergpionieren über den Vilsmaier-Film "Nanga Parbat" (seit 14.1 im Kino). Und die Empörung wächst.

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Rund 15 000 Mitglieder in den Alpenvereinen, darunter zahlreiche Bergpioniere der ersten Stunde – das Interesse am Vilsmaier-Film „Nanga Parbat“ über das Drama der Messner-Brüder dürfte fast nirgends so groß gewesen sein wie im Raum Rosenheim und im Chiemgau.

Film-Szenen aus "Nanga Parbat"

Film-Szenen aus "Nanga Parbat"

Der Chiemgauer Arzt Dr. Karl Herrligkoffer

Doch Zeitzeugen wie Anderl Mannhardt aus Chieming sind entsetzt. Das berichtet das Oberbayerische Volksblatt in Rosenheim in seiner morgigen Ausgabe. Grund: Die in ihren Augen „skandalöse“ Darstellung von Expeditionsleiter Dr. Karl Herrligkoffer. Der Arzt, der in Prien und Traunstein zur Schule ging, später in München studierte und dort eine Praxis eröffnete, ist eine der schillerndsten Figuren der Bergsteigergeschichte.

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„Wie für viele andere Bergsteiger auch ist es für mich unerträglich, wie das Ansehen und die Persönlichkeit dieses geradlinigen Idealisten im Vilsmaier-Film in den Dreck gezogen wird“, kritisiert Mannhardt, den eine jahrzehntelange Freundschaft mit Herrligkoffer verband. Der Chieminger, Toni Kinshofer und Siegi Löw waren die ersten Westdeutschen, die 1962 im Himalaya einen Achttausender bezwangen. Unter Leitung Herrligkoffers waren sie die ersten, die den Gipfel des Nanga Parbat über die gefürchtete Diamirflanke erreichten.

Quelle: rosenheim24.de

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