Nach elf Jahren im Amt

Chef des BR-Rundfunkrats hört vorzeitig auf

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München - Obwohl er 2012 für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Rundfunkrats-Chef des BR bestätigt worden war, hört Bernd Lenze jetzt nach elf Jahren Amtszeit vorzeitig auf.

Der Rundfunkrat ist das Kontrollorgan des BR - kein Gremium, das im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. Aber der Chefposten ist trotzdem begehrt. Nun steht ein Amtswechsel vor der Tür.

Der Vorsitzende des BR-Rundfunkrats, Bernd Lenze, gibt seinen Posten nach über elf Jahren auf. „Ich werde bei der nächsten Sitzung am 30. Januar das Amt niederlegen, damit als Tagesordnungspunkt eins ein Nachfolger gewählt werden kann“, sagte Lenze am Freitag auf Anfrage. Wer Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Lenze war 2012 für fünf Jahre im Amt bestätigt worden.

Er gab den vorzeitigen Rückzug am Vortag zuerst im Rundfunkrat bekannt und nannte zwei Gründe: Erstens wird Lenze an diesem Montag 70. Der wichtigere Grund sei aber, dass der Bayerische Rundfunk in drei Jahren turnusmäßig den Vorsitz der ARD übernehme. Der BR-Rundfunkratsvorsitzende wird dann auch Chef der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) - der gemeinsamen Aufsicht der ARD-Anstalten. Würde er seine fünf Jahre voll absolvieren, müsste der Nachfolger als Neuling auch gleich den GVK-Vorsitz bewältigen. „So wird gewährt, dass dann in der GVK ein gestandener Vorsitzender ist.“

Das Vorschlagsrecht für Lenzes Sitz im Rundfunkrat haben die Handwerkskammern, die ihn dorthin entsandten. Als möglicher Nachfolger im Gespräch ist Lothar Semper, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, wie es bei anderen Mitgliedern des Rundfunkrats hieß. Auch Lenze war Hauptgeschäftsführer der Münchner Handwerkskammer, bevor er 2002 Rundfunkrats-Vorsitzender wurde.

Der BR-Rundfunkrat ist das Kontrollorgan des Senders. Das Gremium hat 47 Mitglieder, die die politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Gruppen Bayerns vertreten sollen. Die Landtagsfraktionen entsenden zwölf Vertreter, für die Staatsregierung sitzt Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) im Rundfunkrat.

dpa

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