Nach der Tragödie in Erding

18-Jährige von Mülllaster überrollt - erste Theorien ausgeschlossen

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Erding - Die Polizei rätselt weiter, warum eine junge Frau am vergangenen Dienstag von einem Lkw der Müllabfuhr überrollt worden ist. Erste Ermittlungsergebnisse gibt es bereits.

Warum? Diese Frage stellen sich viele auch eine Woche nach dem tragischen Tod einer 18-Jährigen, die in Erding von einem Mülllaster überrollt worden ist. "Der Hergang stellt uns nach wie vor vor ein Rätsel", erklärt Erdings Polizeichef Anton Altmann im Erdinger Anzeiger.

Nahezu komplett ausschließen könne man, dass die junge Frau abgelenkt gewesen ist, zum Beispiel durch Musikhören mit Kopfhörern oder Tippen auf dem Mobiltelefon. "Wir haben zwar ein Handy gefunden, das steckte aber in der Tasche", erklärt der Polizeioberrat gegenüber dem Erdinger Anzeiger.

Weitere Möglichkeiten wären, dass die 18-Jährige ausgerutscht ist oder sich gebückt hat und dadurch für den Fahrer des Mülllasters nicht zu sehen gewesen ist. Über solche Szenarien könne man derzeit aber nur spekulieren.

Am vergangenen Dienstag gegen 7.30 Uhr war es zu dem tragischen Unfall an der Freisinger Straße in Erding gekommen. Der Mülllaster war auf der Straße stehengeblieben, damit zwei Arbeiter aussteigen können, und danach wieder angefahren, um auf den Parkplatz eines Einkaufsmarktes abzubiegen. Dabei ist die 18-Jährige von dem tonnenschweren Fahrzeug erfasst und unter den Hinterreifen eingeklemmt worden.

Sie soll auf der Stelle tot gewesen sein. Antworten auf die offenen Fragen erhoffen sich die Ermittler laut Anton Altmann von einem Gutachten der Staatsanwaltschaft Landshut. "Das kann aber noch ein paar Wochen dauern", sagt der Inspektionsleiter gegenüber dem Erdinger Anzeiger.

Quelle: rosenheim24.de

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