Wasserwirtschaftsamt äußert sich

Nach Hochwasser - Über 1.000 Liter Heizöl in Achenmühle ausgelaufen

Rohrdorf - Die Gemeinde war besonders stark vom Hochwasser vergangene Woche betroffen. Im Ortsteil Achenmühle sind aus einem Wohnhaus über 1.000 Liter Heizöl ausgelaufen und teilweise in die Rohrdorfer Achen geflossen.

Auf dem Bild kann man gut erkennen, wo das Ölverschmutzte Wasser entlang lief. Dort ist der Rasen bereits braun geworden.

Schon relativ weit am Anfang der Austraße in Achenmühle steigt einem Ölgeruch in die Nase. Je mehr man sich Richtung Rohrdorfer Achen bewegt, umso intensiver wird der Geruch. Wo das Hochwasser vergangene Woche wütete, sind jetzt nur noch braune Stellen in den Gärten der Anwohner zu sehen. Der Grund: Bei einem Anwohner waren durch die starken Überschwemmungen über 1.000 Liter Heizöl aus dem Tank im Keller ausgelaufen, als dieser im Urlaub war.

Hochwasser in Achenmühle - Öl läuft aus und verteilt sich bis zur Rohrdorfer Achen


„Ich habe relativ schnell das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt sowie die Gemeinde informiert“, erzählte ein Nachbar gegenüber unserer Reporterin vor Ort, dessen Grundstück besonders kontaminiert ist. „Es hat dann bis Freitag, 7. August gedauert, bis überhaupt mal wer gekommen ist. Ein Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes hat schließlich eine Bodenprobe genommen. Bisher ist nichts weiter passiert.“ Das Hochwasser hat auf dem Grundstück des Nachbarn regelrechte Gräben gerissen, so stark war die Strömung der Wassermassen.

Durch das Hochwasser in Achenmühle wurde das Grundstück eines Anwohners der Austraße unterspült.

Rohrdorfs erster Bürgermeister Simon Hausstetter sagte hierzu gegenüber rosenheim24.de: „Wir werden uns mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim absprechen, wie wir hier vorgehen, auch mit der Ölkontaminierung. Doch es hat natürlich nicht nur in Rohrdorf das Hochwasser gegeben, weswegen das Wasserwirtschaftsamt momentan extrem ausgelastet ist.“ 

Laut Wasserwirtschaftsamt keine nachhaltigen Verunreinigungen

Dem Wasserwirtschaftsamt sei dieser Vorgang nach eigener Aussage bekannt. Auf Nachfrage von rosenheim24.de teilt die Behörde mit: „Das Landratsamt Rosenheim hat die Lageranlagen nach unserer Kenntnis näher inspiziert. Die Gewässersituation wurde durch das Wasserwirtschaftsamt bewertet. Nach unserer Kenntnis ist von keinen nachhaltigen Gewässer- oder Bodenverunreinigungen auszugehen, die zu Gefahren für Fließgewässer oder Grundwasser führen könnten." Proben in der Rohrdorfer Achen seien in der Hochwasserwelle aus verständlichen Gründen nicht genommen worden. Es seien auch keinerlei Fischsterben oder ähnliches bekannt geworden.

Das Wasserwirtschaftsamt hat am 7. August eine Bodenprobe im kontaminierten Gebiet genommen

„Jetzt (nach der abgelaufenen Hochwasserwelle) sind organoleptisch keine Ölschlieren auf dem Fließgewässer mehr feststellbar. Daher kann auf analytische Untersuchungen verzichtet werden“, so das Wasserwirtschaftsamt weiter. „Oberflächlich an der Vegetation (meistens Gras) adsobierte Mineralölkohlenwasserstoffe sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht in den tieferen Untergrund eingedrungen und werden durch mikrobiologische Umsetzung, photochemische Zersetzung und Ausgasung in den nächsten Wochen abgebaut werden.“

jb

Rubriklistenbild: © jb

Kommentare