Weiter Streit um die Schulbeförderung

Fall Alia: Online-Petition

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Die mehrfach schwerstbehinderte Alia aus Rosenheim
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Rosenheim - Die mehrfach schwerstbehinderte Alia kann bis auf Weiteres nicht zur Schule. Ein Fahrkostenzuschuss für den Eigentransport kommt dabei wohl nicht in Betracht.

Nach den Problemen mit der Schulbeförderung ihrer Tochter Alia und einer Meldung der Schule beim Jugendamt wegen Kindeswohl-Gefährdung, kämpft die Mutter aus Rosenheim weiter für ihr Recht.

Laut einer Aussage der Mutter war ein persönlicher Termin mit dem Jugendamt nicht nötig. Das Amt wisse schließlich, "dass es der Kleinen bei mir gut geht", erklärte die Rosenheimerin in einem Telefonat mit der Redaktion. Auch in Hinblick auf den Probeunterricht sei man mittlerweile einen Schritt weiter. "Der Vertrag mit der Schulbegleitung für meine Tochter ist unterschrieben." Was es nun noch abzuwarten gelte, sei die Anerkennung und die Bestätigung der Kostenübernahme seitens des Bezirks.

Magdalena H. wisse jedoch nicht, ob sie sich über diese Tatsache freuen könne. "Ausgemacht war ein Probezeitraum von zwei Wochen. Von Seiten der Schulleitung gab man mir aber zu verstehen, dass man sich nicht sicher sei, ob die Schule auch die Richtige für Alia ist." Das HPZ in Rosenheim sei laut einer Aussage des Schulleiters wahrscheinlich nicht in der Lage, alle Behinderungen der Kleinen abzudecken. "Dann stehen wir quasi wieder am Anfang," so Magdalena H. weiter.

Online Petition für Alia

Aus diesem Grund wurde nun eine Online-Petition ins Leben gerufen. Auf der Seite www.openpetition.de/petition/online/bildung-muss-möglich-sein-fuer-alia kann man die Mutter jederzeit bei ihrem Kampf gegen die Behörden-Mühlen unterstützen.

Die mehrfach schwerstbehinderte Alia aus Rosenheim

Magdalena H. geht im Moment sogar so weit, dass sie Ihre mehrfach schwerstbehinderte Tochter persönlich in die Schule nach München transportieren würde. Aus finanzieller Sicht ist das zum jetzigen Zeitpunkt für die Mutter jedoch nicht möglich. Auf eine Nachfrage beim Landratsamt in Rosenheim habe man ihr aber mitgeteilt, dass hierfür prinzipiell eine Fahrkostenerstattung in Frage käme. Zu beantragen sei dieser Zuschuss bei dem Amt, das im Einzugsgebiet der Schule liege. In Magdalena H.s Fall wäre das also wieder die Regierung von Oberbayern. Diese habe die Möglichkeit jedoch verneint. "Ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Das ständige Hin und Her macht mich total kirre!"

Quelle: rosenheim24.de

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