Mutmaßliche Vergewaltigung in Waldkraiburg

Was ist am Bahnhof wirklich passiert?

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Wurde am 7. Juni eine 18-Jährige am Waldkraiburger Bahnhof vergewaltigt? Ein 24-Jähriger bestreitet die Tat und sagt, alles sei einvernehmlich geschehen
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Waldkraiburg - Eine 18-Jährige zeigt eine Vergewaltigung an, der vermeintliche Täter spricht aber von einvernehmlichem Sex. Wie die Polizei nun ermittelt:

Am Montagabend erstattete eine 18-Jährige Anzeige bei der Polizei: Ein Unbekannter habe sie am Sonntagmorgen, 7. Juni, in einer der Toiletten am Waldkraiburger Bahnhof vergewaltigt. Am vergangenen Donnerstag wählte die Polizei schließlich den Gang an die Öffentlichkeit und suchte den Täter und einen Zeugen mit einer detaillierten Personenbeschreibung. Schon am Freitag hatte der Aufruf Erfolg: Ein 24-Jähriger stellte sich der Polizei und räumte sexuelle Handlungen mit der 18-Jährigen ein.

Frau könnte erneut befragt werden

In einer der Toiletten hat sich die Begegnung abgespielt. War es eine Vergewaltigung oder einvernehmlich?

Eine Vergewaltigung bestreitet der junge Mann aber, alles sei aus seiner Sicht einvernehmlich geschehen. Die Ermittler stehen nun vor der schwierigen Aufgabe herauszufinden, was sich am Sonntagmorgen wirklich in der Toilette abspielte. "Es ist noch einiges zu tun", sagt Frank Konrad, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber innsalzach24.de. Es seien schließlich nur zwei Menschen dabei gewesen - die 18-Jährige und der 24-Jährige. Man müsse nun schauen, wie weit man da an die Wahrheit rankomme.

Einen Zeugen, der am Sonntagmorgen offenbar gemeinsam mit dem 24-Jährigen am Bahnsteig war, hat die Polizei ebenfalls gefunden. Er und der 24-Jährige müssten genau vernommen werden, so Konrad. "Und dann müssen wir vielleicht auch die Frau nochmal dazu befragen." Was genau die Beteiligten bislang ausgesagt haben und auf welchem Stand sich die Ermittlungen befinden, möchte die Polizei derzeit nicht bekanntgeben.

Vernehmungen und technische Untersuchungen

Grundsätzlich läuft den Schilderungen des Polizeisprechers zufolge die Ermittlungsarbeit aber genauso wie bei allen anderen Fällen - auch wenn sich der Verdächtige selbst gestellt hat. "Deswegen müssen ja trotzdem alle Ermittlungen gemacht werden. Der Fall wird deswegen trotzdem ganz normal durchermittelt. Er unterscheidet sich nicht groß von einem anderen ähnlich gelagerten Fall", so Konrad. Neben Vernehmungen wird es auch technische Untersuchungen geben. "Es wird alles gemacht, was eventuell die eine oder andere These stützen kann."

Waldkraiburg: 18-Jährige am Bahnhof vergewaltigt?

Quelle: innsalzach24.de

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