Musik aus der Zeit König Ludwigs II.

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Bläserensemble Klassika

Chiemgau - Was wäre passender zur Landesausstellung als Musik aus der Zeit König Ludwigs II? Der Musiksommer zwischen Inn und Salzach schickt dazu das Bläserensemble "Klassika".

Die Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ ist zweifellos einer der Höhepunkte der bayerischen Kulturaktivitäten im Jahr 2011. Bereits über 300.000 Besucher haben die Ausstellung gesehen. Der Musiksommer zwischen Inn und Salzach freut sich besonders, mit zwei Konzerten im Foyer des Königsschlosses als Kulturpartner der Landesausstellung dabei zu sein. Den Auftakt der beiden Konzerte macht am 28. August das Bläserensemble „Klassika" mit Franz Lachner, dem Münchner Meister des 19. Jahrhunderts. Am 4. September widmet sich das Mozartensemble Berlin dem großen Wolfgang Amadeus Mozart im Spiegel des 19. Jahrhunderts.

Franz Lachner, der Älteste von drei Brüdern, die alle das Musikleben des 19. Jahrhunderts in Bayern wesentlich mit geprägt haben wurde 1803 in Rain am Lech geboren. 1822 ging er nach München, wo er sich als Instrumentalist und Musiklehrer durchschlug. 1823 errang er nach einem Wettbewerb das Amt des Organisten an der evangelischen Kirche in Wien. Dort knüpfte er Verbindungen zu zahlreichen Persönlichkeiten des Musiklebens; u. a. zählte er zum Freundeskreis von Franz Schubert wurde mit Beethoven bekannt. Der Maler Moritz von Schwind gehörte zu seinen besten Freunden. Sein Ansehen wuchs rasch: 1827 Vizekapellmeister, 1829 1. Kapellmeister am Kärntnertortheater, 1834 Kapellmeister in Mannheim; 1836 folgte er einem Ruf an die Münchner Oper. Hier wirkte er dreißig Jahre als Operndirektor, Leiter der Konzerte der Musikakademie und als Dirigent der königlichen Vokalkapelle. 1852 wurde er Generalmusikdirektor, 1863 Dr. phil. Der Münchner Universität und 1883 Ehrenbürger der Stadt München. Franz Lachner starb 1890 in München.

Schloss Herrenchiemsee

Lachner stand als Musiker zeit seines Lebens in der Tradition Schuberts und Beethovens, bewahrte also eine konservative Grundeinstellung. Mit der Berufung Wagners und Bülows 1864 kam es zu Spannungen, die dazu führten, dass Lachner auf eigenen Wunsch 1868 pensioniert wurde; aber auch danach setzte er sein kompositorisches Schaffen noch über 20 Jahre fort. Lachner hat als Dirigent für die Entwicklung des Münchner Musiklebens Bedeutendes geleistet. Selbst sein Rivale Richard Wagner lobte ihn als Vorbereiter höherer musikalischer Kultur in München und sprach von dem dortigen "herrlichen königlichen Hoforchester" als der "meisterhaften Schöpfung Franz Lachners". Die hervorragende Qualität des Orchesterser möglichte Wagner 1865 erst die Uraufführung des „Tristan“. Höhepunkte seines kompositorischen Schaffens sind 8 Orchestersuiten, die vor allem durch glänzende Instrumentation bestechen, und die Oper „Catharina Cornaro“ ein Lieblingswerk des Münchner Publikums. Unter seiner zahlreichen Kammermusik ragen ein Nonett und das Bläseroktett heraus, eines der bedeutendsten Werke dieser Gattung. Auch von Wagner gibt es Bläsermusik: die „Trauersinfonie“ wurde aus Anlass der Überführung des Leichnams von Carl Maria von Weber 1843 nach Dresden komponiert.

Acht junge Bläser um den Hornisten Christoph Lutz haben sich zu einem Bläserensemble zusammengeschlossen, das diese Werke auf hohem Niveau einem breiten Publikum zugänglich machen will. Premiere dieser hoffnungsvollen Bläservereinigung „Klassika“ war 2009 auf der Roseninsel. Es gehört zum Konzept dieser Reihe, talentierten Nachwuchsensembles ein besonders Forum zu bieten.

Pressemitteilung Geschäftsstelle Musiksommer im Landratsamt Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

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