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Oktoberfest-Blaulicht, Tag 15 und 16

Bier-Attacke, Spanner, Todesdrohungen – und ein fieser Tritt in die Genitalien

Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild)
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Oktoberfest-Blaulicht (Archivbild).

München – Großes Finale beim Oktoberfest, dem größten Volksfest der Welt: Zum Endspurt am verlängerten Wochenende hatte auch die Polizei noch einmal alle Hände voll zu tun. Das Oktoberfest-Blaulicht von Tag 14, 15 und 16:

Mitarbeiter von Wirtsbude erfolgreich reanimiert

Der Samstag (1. Oktober) begann gleich mit dramatischen Sequenzen: Gegen 0.20 Uhr wurde eine Einheit der Bereitschaftspolizei angesprochen, dass an einer Wirtsbude ein Mitarbeiter, ein 58-Jähriger aus München, medizinische Hilfe benötige. Da bei dem kollabierten Mann kein Puls festgestellt werden konnte, wurde augenblicklich mit Reanimationsmaßnahmen begonnen. Bereits nach kurzer Zeit konnte wieder schwacher Puls ertastet werden. Wenig später übernahm der hinzugerufene Rettungsdienst den Patienten, der bei seinem Abtransport ins Krankenhaus – Gott sei Dank – bereits wieder ansprechbar war.

Security von Betrunkenem verprügelt

Während die Polizei am Freitag (30. September) und Samstag bereits einige Langfinger, darunter auch einen 13-Jährigen sowie mehrere Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren dingfest machen konnte, die mit Taschen- und Handydiebstählen auf sich „aufmerksam“ gemacht hatten, kam es am Freitagabend am Haupteingang zu einer fiesen Schlägerei. Gegen 22.20 Uhr erkundigte sich ein Sicherheitsmitarbeiter (28) bei einem 19-jährigen, sichtlich alkoholisierten Münchner, ob es ihm denn gut gehe. Das passte dem Trunkenbold offenbar gar nicht, denn er schlug dem Sicherheitsmann völlig unvermittelt ins Gesicht. Dabei verlor der 28-Jährige einen Schneidezahn und erlitt eine Platzwunde. Der Schläger wurde vorläufig festgenommen und beleidigte während der Anzeigenaufnahme auch noch die eingesetzten Polizisten munter. Weil sich der 19-Jährige weiter aggressiv verhielt, musste er die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen.

Wiesngast grölt Nazi-Parolen

Am Samstagabend gegen 21.55 Uhr verhielt sich dann ein 31-jähriger Mainzer alles andere als „clever“, als er einer Einheit der Wiesnwache, die gerade zur Wache zurückkehren wollte, lautstark Nazi-Parolen hinterher grölte. Der 31-Jährige konnte sofort festgenommen werden und wurde aufgrund der Verwendung  von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt. Aufgrund seiner hohen Alkoholisierung wurde er in Sicherheitsgewahrsam genommen. Jetzt ermittelt das zuständige Kommissariat wegen politisch motivierter Kriminalität.

Dass im Bierpreis die Mitnahme des Masskruges „nicht inklusive“ ist, diese „leidvolle“ Erfahrung musste am Samstagnachmittag gegen 16.20 Uhr ein 26-jähriger Mann aus Bonn machen. Er kaufte sich eine Mass im Festzelt und wollte anschließend den Krug entwenden. Ein Sicherheitsmitarbeiter verhinderte dies und brachte den Masskrug zurück ins Festzelt. Besonders kurios: Anschließend wollte der Bonner nach Polizeiangaben den Sicherheitsmann wegen Diebstahls anzeigen. Im echten Leben lief es jedoch genau anders herum: Angezeigt wurde lediglich der Bonner wegen des Masskrug-Diebstahls – und nach Beendigung der Anzeigenaufnahme wieder entlassen. Ob das aufklärende Gespräch durch die Wiesn-Wache beim Bonner Wirkung zeigte, blieb am Ende offen...

Randalierer schüttet Ordner Bier über den Kopf

Bereits wenige Stunden vorher hatte ein 24-Jähriger aus Ahlen für Ärger gesorgt, als er ebenfalls mit einem Masskrug als „Mitbringsel“ ein Festzelt verlassen wollte. Ein Ordner (37) stoppte ihn. Es kam zum Streit, wobei der Ahlener dem Ordner den restlichen Inhalt des Bierkruges über den Kopf schüttete. Daraufhin kam es zum Eklat: Weitere Ordner kamen hinzu und wollten den „Bier-Randalierer“ abführen, als sich der Begleiter des 24-Jährigen einmischte und einem Sicherheitsmitarbeiter mit der Faust auf den Hinterkopf schlug. Dabei wurde der Ordner verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Die beiden Randalierer wurden vorläufig festgenommen.

Am helllichten Nachmittag machte auch ein Spanner gehörig Ärger. In einem Festzelt nahm der 40-jährige Italiener, der nach Polizeiangaben keinen festen Wohnsitz in Deutschland besitzt, sein Smartphone und filmte damit unter die Dirndlröcke von zwei 30-jährigen Frauen aus Lengenfeld bzw. Wuppertal. Dies wurde vom Sicherheitsdienst beobachtet, der den Spanner bis zum Eintreffen der Polizei dingfest machte. Er wurde ebenfalls vorläufig festgenommen. Am späten Abend ereilte einen 26-jährigen Italiener das gleiche Schicksal. Er war von Einsatzkräften der Polizei dabei beobachtet worden, wie er unter den Rock einer 28-jährigen Schweizerin gefilmt hatte.

Todesdrohungen und Tritt in die Genitalien

Ordentlich zur Sache ging es auch gegen 20.05 Uhr. Ein 28-jähriger US-Amerikaner hatte in einem Festzelt einen Security geschubst und wurde daraufhin von Ordnern festgehalten. Er wurde der Polizei übergeben. Allerdings spuckte der Amerikaner dabei mehrfach in Richtung der Einsatzkräfte und bedrohte die Beamten mehrfach mit dem Tod. Daraufhin sollte er zur Wiesnwache verbracht werden. Allerdings wehrte er sich weiter gegen alle polizeilichen Maßnahmen und musste letztlich von den Einsatzkräften getragen werden. Dabei versuchte er auch, die Polizisten zu treten.

Und schließlich verhielt sich am Sonntagabend (2. Oktober) eine junge Dame alles andere als tugendhaft. Die 23-Jährige aus dem Landkreis Ebersberg hielt sich gegen 21 Uhr in einem Festzelt auf einer Herrentoilette auf. Als sie durch Sicherheitskräfte aus dem Klo verwiesen werden sollte, trat sie einem 37- jährigen Sicherheitsmitarbeiter in die Genitalien. Einer hinzukommenden 42-jährigen Sicherheitsmitarbeiterin schlug sie mit ihrem Smartphone auf die Nase. Beide Ordner wurden leicht verletzt. Die 23-Jährige wurde vorläufig festgenommen und zur Wienwache verbracht. Dabei bespuckte  sie die eingesetzten Polizeibeamten. Aufgrund ihres gezeigten Verhaltens und der starken  Alkoholisierung wurde die 23-Jährige im Anschluss in Gewahrsam genommen.

mw (mit Material des Polizeipräsidiums München)

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