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Festnahme nach Mord in Ottobrunn

Todespfleger W. war offenbar auch im Landkreis Traunstein tätig

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München - Ein Rentner aus Ottobrunn soll durch falsch dosiertes Insulin von Krankenpfleger Grzegorz Stanisław W. gestorben sein. Der Pole sitzt bereits in Untersuchungshaft. Mittels Fotos sucht die Polizei nach weiteren Betroffenen. Auch eine mögliche Justizpanne wurde inzwischen bekannt.

UPDATE, 12.20 Uhr: Todespfleger offenbar auch im Landkreis Traunstein tätig gewesen

Mit einer Öffentlichkeitsfahndung wollen die Behörden das deutschlandweite Wirken des polnischen Pflegers Grzegorz Wolsztajn nachzeichnen. Knapp 20 Hinweise seien bereits eingegangen

Konkrete Hinweise auf Aufenthalts- und Beschäftigungsorte sollen sich laut Informationen unseres Partnerportals tz.de für Berlin, Hannover und die Landkreise Forchheim, Fürstenfeldbruck, Tuttlingen und Traunstein sowie den Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen ergeben haben. Todesfälle sind dabei jedoch bisher nicht bekannt. Der inhaftierte Pfleger schweige zu den Tatvorwürfen.

Erstmeldung:

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, soll der jetzt in München verhaftete W. bereits im Mai 2017 in Mühlheim an der Ruhr einem von ihm betreuten älteren Patienten eine Überdosis Insulin verabreicht haben, obwohl dieser gar nicht zuckerkrank war. Der Mann starb zwei Monate später in einem Krankenhaus.

Zwar wurde damals auf Antrag der Tochter des Toten ein Ermittlungsverfahren durch die zuständige Staatsanwaltschaft eingeleitet - erst wegen Körperverletzung und später dann wegen Mordverdachtes. Allerdings soll es die Behörde in Duisburg unterlassen haben, gegen den damals bereits namentlich bekannten Mann einen Haftbefehl zu beantragen. Deshalb sah die Kripo keinen Anlass, in Deutschland oder in Polen nach dem Mann zu fahnden.

In der Folge soll der Mordverdächtige ungestört durch Deutschland und durchs Ausland gereist sein, heißt es in dem Bericht weiter. Wie viele Patienten der Mann in der Folgezeit bis zu seiner Festnahme nach dem mutmaßlichen Mord in Ottobrunn betreute, ist derzeit unklar und muss nun ermittelt werden. Der Todespfleger blieb also auf freiem Fuß - und konnte offenbar weiter morden.

Bislang gibt es seitens der Staatsanwaltschaft keine Stellungnahme zu den Vorgängen. Sollten sich die neuen Erkenntnisse bewahrheiten, könnte dies für die Behörden massive Konsequenzen haben. Sogar Ermittlungen wegen Strafvereitelung bis hin zu Mitverschulden an weiteren Taten des Beschuldigten wären wohl möglich, schreibt die Münchner Abendzeitung.

mw

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