Schüler bekommen Gratis-Frühstück

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Pfaffenhofen/Ilm - Süßigkeiten gehören nicht in die Schultasche - das meint auch der bayerische Landwirtschaftsminister. Die Kleinen sollen sich gesund ernähren, und deshalb weitet der Freistaat sein Schulfruchtprogramm aus. Künftig gibt es auch Milchprodukte einmal die Woche gratis.

Früchtequark statt Schokoriegel - mit einem Frühstück aus Obst und Milchprodukten wirbt der Freistaat bei Bayerns Schülern für gesundes Essen. Nach der Gratis-Versorgung von Grundschülern mit frischem Obst und Gemüse sollen nun Milch, Joghurt, Quark und Käse dazukommen. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (beide CSU) starteten am Dienstag in Pfaffenhofen a.d. Ilm das erweiterte Schulfruchtprogramm. Daran sollen sich in den nächsten Monaten 100 Grundschulen im Freistaat beteiligen können.

„Wir wollen unseren Schulkindern ein gesundes Frühstück mit Obst und Milchprodukten als idealen Start in den Schultag schmackhaft machen“, erläuterten Brunner und Sibler. Ziel sei ein besseres Ernährungsverhalten junger Menschen. Gerade im Grundschulalter seien die Chancen groß, die Wertschätzung für Obst, Gemüse und Milchprodukte zu steigern und so den Grundstein für ein dauerhaft gesundheitsbewusstes Essen zu legen.

Nach Angaben des Agrarministeriums stellt der Freistaat rund 200 000 Euro für das bundesweit einzigartige Projekt zur Verfügung. Das Schulfruchtprogramm versorge derzeit rund drei Viertel der Grundschulen - etwa 333 000 Schüler - einmal die Woche kostenlos mit frischem Obst und Gemüse.

Der Landtags-SPD reicht dies nicht. Sie forderte Brunner auf, das Programm auf Kindertagesstätten auszudehnen. Bereits im Juni habe die SPD dies gefordert. Ihr Antrag werde im Oktober im Agrarausschuss verhandelt. „Wir werden sehen, ob es sich bei Brunners Vorstoß um ein Wahlkampfmanöver eines nervösen Ministers handelt oder es der Staatsregierung tatsächlich ernst ist, die Essgewohnheiten der Kinder positiv zu ändern“, sagte SPD-Agrarsprecherin Maria Noichl.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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