Prozessbeginn am Dienstag in München

S-Bahn-Horror in Unterföhring: So geht es der Polizistin Jessi L.!

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Unterföhring - Am Dienstag beginnt der Prozess gegen Alexander B. (38). Er ist der Mann, der vor einem Dreivierteljahr am S-Bahnhof in Unterföhring auf eine Polizistin geschossen und diese lebensgefährlich verletzt hat. Jessi L. liegt seither im Wachkoma - liebevoll umsorgt von ihren Eltern Janet und Veiko:

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, werden die Eltern, die als Nebenkläger auftreten, den Prozessbeginn jedoch nicht verfolgen: "Dafür vergeuden wir keine Energie." Ihre Anwältin haben sie mit einer entsprechenden Vollmacht ausgestattet. Denn egal wie der Prozess ausgehe: Alexander B.'s Leben werde so weitergehen, wie vor dem 13. Juni 2017, meint Vater Veiko. "Er kann essen, schlafen, sich etwas im Fernsehen anschauen. Nur für Jessi hat sich alles verändert."

Stattdessen werden sich Janet und Veiko weiter um ihre Tochter kümmern, die in einer Reha-Klinik in Sachsen untergebracht ist. "Unserer Jessi geht es den Umständen entsprechend gut", sagte Veiko gegenüber tz.de. "Und dann sind auch wir glücklich. Unsere Stimmung hängt nur von ihrem Zustand ab." Erst vor drei Wochen haben Ärzte der Kommissarin ein künstliches Stück Schädeldecke eingesetzt, nachdem der ursprüngliche Knochen nach den Schüssen teilweise in Not-Operationen hatte entfernt werden müssen.

Großeinsatz nach Schusswechsel am S-Bahnhof Unterföhring 

Wie die Eltern erklärten, macht ihre Tochter seither regelmäßig Fortschritte. Mittlerweile kann Jessi L. wieder selbstständig atmen, auch der Schluckreflex funktioniere wieder. Auch die regelmäßigen Besuche von ihrem Freund, der in München lebt, helfen Jessi. "Man merkt dann, dass sie sich entspannt", sagt der Vater.

Bei der Bluttat im Juni 2017 am S-Bahnhof Unterföhring hatte der damals 37-jährige Alexander B. der Polizistin Jessi L. mehrfach in den Kopf geschossen. Die Beamtin schwebte anschließend in Lebensgefahr und liegt seither im Wachkoma. Damals gab es einen Großeinsatz mit über 200 Beamten, weil kurzzeitig auch ein Terror-Anschlag nicht ausgeschlossen werden konnte. Zwei weitere Personen waren darüber hinaus schwer verletzt worden.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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